Karstadt bestätigt Schließung von fünf weiteren Filialen

Aufgrund schlechter Umsatzzahlen werden an fünf Standorten Karstadt-Filialen 2016 ihre Türen schließen. Neben Recklinghausen ist auch Dessau betroffen. Die Filialen hätten keine Zukunftsperspektive, so das Unternehmen.

Nach einer außerordentlichen Sitzung hat der Aufsichtsrat von Karstadt am Dienstag die Schließung von fünf Standorten beschlossen: Bottrop, Recklinghausen, Dessau, Neumünster und Mönchengladbach-Rheydt.

„Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung dieser Standorte ist nicht nur seit Jahren negativ und belastet damit die Gesundung des Gesamtunternehmens und aller übrigen Filialen“, so das Unternehmen in einer Stellungnahme. Die Standorte hätten insbesondere aufgrund von erheblichen lokalen Nachteilen und struktureller Standortgegebenheiten, trotz aller Bemühungen der letzten Monate, keine Zukunftsperspektive.

„Es ist uns nicht leicht gefallen, im Rahmen der dringend notwendigen Sanierung diese Entscheidung zur Schließung von fünf Standorten zu treffen“, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats Wolfram Keil. Das Management habe seit langem darauf hingewiesen, wie negativ sich Genehmigungen für innerstädtische Einkaufscenter und mangelnde Initiativen zur Stärkung des innerstädtischen Handels auf die Karstadt-Standorte auswirken können. Und man habe in den letzten Monaten alles versucht, eine nachhaltige Entwicklungsperspektive für diese Standorte zu erarbeiten.

Während die Filialen in Bottrop und Dessau bereits am 31.03.2016 schließen, sind die Türen in Recklinghausen, Neumünster und Mönchengladbach-Rheydt noch bis 30.06.2016 geöffnet. „Für die von den Schließungen betroffenen Mitarbeiter gelten die Regelungen des mit dem Gesamtbetriebsrat bereits im Februar 2015 abgeschlossenen Sozialplans sowie der im März 2015 mit ver.di abgeschlossene Tarifsozialplan.“

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