Crowdfunding erobert Österreich

Für Start-ups wie für innovative Ideen ist Crowdfunding spätestens seit 2012 ein fester potentieller Bestandteil der Finanzierung geworden. 2012 wechselten 2,7 Milliarden Dollar über die verschiedensten Crowdfunding-Modelle weltweit den Besitzer.

Mit respekt.net startete in Österreich 2010 die erste Crowdfunding-Plattform und mit 1000×1000.at 2012 die erste Crowdinvesting-Plattform. Mittlerweile gibt es in Österreich sieben aktive nationale Plattformen. Diese hätten bis April 2014 1,5 Millionen Euro finanziert, so die Wirtschaftskammer Österreich. Mittlerweile wurden 26 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 3,6 Millionen Euro finanziert (Stand 12.2.2015).

Geht es nach dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE) soll Crowdfunding in Österreich aber noch auf viel größere Beine gestellt werden. „Crowdsourcing und Crowdfunding steht in Österreich noch am Beginn, es gibt aber großes Potenzial für den Einsatz dieser neuen Werkzeuge in Wissenschaft und Wirtschaft“, heißt es in einer Untersuchung des Rates.

Daher müssten Möglichkeiten geschaffen werden, das Werkzeug Crowdfunding im Sinne der Weiterentwicklung des Innovationsstandorts Österreichs zu verstehen und breiter anwendbar zu machen. Wichtig seien in diesem Zusammenhang die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die Einführung eines Transparenzlabels und die Schaffung steuerlicher Anreize für Investoren.

Dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung zufolge könnte der Markt für Crowdfunding in Österreich 2020 bei etwa 320 Millionen Euro liegen. „Es ist absehbar, dass damit auch die Bereitschaft der Bevölkerung zur aktiven Teilnahme an Innovationsinitiativen und deren Finanzierung steigt.“

 

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