Russland-Geschäft bricht ein: Hamburger Hafen spürt Ukraine-Krise

Zu Beginn des Jahres ist der Containerumschlag um 6,2 Prozent zurückgegangen. Grund dafür ist eine Flaute im Russland-Geschäft. So gingen allein die Feederverkehre mit Russland im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 40 Prozent zurück.

Der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA hat weiter mit den Folgen der Ukraine-Krise zu kämpfen. Der Containerumschlag ging im ersten Quartal um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,7 Millionen Container zurück, wie der Eurogate -Konkurrent am Mittwoch mitteilte. Damit sank das Betriebsergebnis bei den Containern im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 Prozent auf 32,6 Millionen, so der Konzern.

„Ein Rückgang bei den volatilen Feederverkehren und eine niedrigere Auslastung der Liniendienste führten zu einem deutlichen Mengenrückgang des wasserseitigen Container­umschlags“. Allein die Feederverkehre mit Russland seien krisenbedingt im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 40 Prozent zurückgegangen.

In dem von der HHLA im ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa betriebenen Terminal rechnet die Gesellschaft allerdings im Jahresverlauf bereits wieder mit steigenden Mengen. Voraussetzung sei eine Stabilisierung der politischen und wirtschaftlichen Lage.

Profitieren konnte die HHLA von hohen Steigerungsraten beim Umschlag auf die Verkehrsträger Bahn und Lkw gegenüber. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz somit im ersten Quartal um 1,2 Prozent auf knapp 270 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn (Ebit) auf 43 Millionen Euro (+9,3 %).

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