3D-Druck: GE startet Jet-Triebwerk

Ein Team von GE Aviation hat ein komplettes Jet-Triebwerk aus einem 3D-Drucker gefertigt. Ein erfolgreicher Test zeigt, wie das Triebwerk funktioniert. Das Gerät selbst ist nur so groß wie ein Rucksack.

Schokolade, Häuser und nun auch Triebwerke. GE Aviation ist es gelungen, ein voll funktionsfähiges Jet-Treibwerk mittels 3D-Druck herzustellen. Das Stahltriebwerk ist kaum größer als ein Rucksack: 30 Zentimeter lang und 20 Zentimeter hoch. Ein Video von GE zeigt, dass das Triebwerk tatsächlich funktioniert. Mit etwa 30.000 Umdrehungen startete das Triebwerk.

Allerdings ist das Triebwerk nicht mit einem herkömmlichen 3D-Drucker, der auch für Privatpersonen erhältlich ist, fertiggestellt worden. Vielmehr handelte es sich dabei um ein Direct Laser Metal Melting (DLMM)-Druckverfahren. Dabei wird Metallpulver unter Einsatz von Laserstrahlen ge- und verschmolzen.

Von der US-Aufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat GE auch die Zusage erhalten, das Triebwerk verwenden zu dürfen. 3-D-Drucken sei einfach schneller, „weil man viel weniger Werkzeuge benötigt und man kann direkt aus einer Idee ein gedrucktes Teil erzeugen“, sagte Matt Benvie von GE Aviation. „Man kann auch Geometrien erzeugen, die auf herkömmliche Weise gar nicht zu erzeugen sind.“

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