Solar-Energie: Behörden ermitteln gegen chinesische Firmen

Deutsche und europäische Behörden ermitteln gegen chinesische Solarfirmen, weil diese Importzölle umgangen haben sollen. Allein in Deutschland soll es gegen mindestens zwölf Firmen einen Verdacht geben.

In der Solarbranche zeichnet sich ein neuer Konflikt zwischen der EU und China ab. Auf deutscher und europäischer Ebene wird gegen chinesische Solarfirmen ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, die so genannten Anti-Dumping-Zölle umgangen zu haben, so die SZ. Etwa eine halbe Milliarde Euro sollen nicht abgeführt worden sein.

Neben Zollbehörden und Staatsanwaltschaften sollen auch das Bundesfinanzministerium und das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) an den Untersuchungen beteiligt sein. „Gemeinsam mit dem Olaf haben die deutschen Behörden mögliche Einfuhren von Solarpaneelen ermittelt, bei denen der Verdacht besteht, dass Antidumpingzölle umgangen wurden“, wurde das Finanzministerium zitiert.

„Die europäischen Behörden haben sehr viele Unternehmen benannt, die verdächtigt werden, an der Umgehung von Abgaben beteiligt zu sein.“ In Deutschland gebe es einen Verdacht gegen mindestens zwölf Firmen. Wie das Blatt unter Berufung auf Justizkreise berichtete, sollen etwa Module und Zellen aus China in Länder wie Malaysia und Taiwan verschifft und dort mit neuen falschen Papieren ausgestattet worden sein.

Seit 2013 müssen chinesische Hersteller ihre Produkte zu einem Mindestpreis in der EU verkaufen, nachdem sich die europäische Solarbranche gegen die Dumpingpreise aus Fernost zur Wehr gesetzt hatte. Die Auflagen laufen im Dezember aus, könnten aber verlängert werden.

 

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.