Intelligente Autos: Continental kauft Software-Spezialist

Der Reifenhersteller Continental baut sein Geschäft weiter aus. Für 600 Millionen Euro wird der Software-Spezialist Elektrobit Automotive gekauft. Damit will Continental seine Rolle im Bereich der Entwicklung intelligenter Fahrsysteme stärken.

Der wachsende Markt smarter Autos ist auch für den Reifenhersteller Continental lukrativ genug, um das eigene Geschäft zu erweitern. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, wird der Software-Experte Elektrobit Automative für 600 Millionen Euro übernommen. Elektrobit Automative sitzt in Erlangen und gehörte bis dato finnischen Elektrobit Coprporation.

Elektrobit Automative beschäftigt derzeit 1.900 Mitarbeiter und bietet Automobilherstellern und Systemlieferanten beispielsweise Fahrerassistenzsysteme und Infotainmentsysteme. „Damit verstärkt sich Continental sowohl in der Entwicklung aktueller Projekte, als auch bei der Technologieentwicklung von Systemen für automatisiertes Fahren.“

„Für den Abschluss des Kaufs sind noch die Freigabe der Kartellbehörden und die Zustimmung der Hauptversammlung von Elektrobit erforderlich. Der Vollzug des Kaufs wird im dritten Quartal 2015 erwartet“, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Die Zustimmung des Elektrobit Coorporations Vorstands gebe es bereit.

Bereits Anfang Mai sagte Vorstandschef Elmar Degenhart: „Software ist das neue Rad der Industrie. Fast nichts mehr dreht sich ohne sie.“ Mit zunehmender Vernetzung würden Fahrzeuge intelligenter, sie werden Teil des Internets. „Durch den Austausch der Daten zwischen Fahrzeugen untereinander und der Verkehrsinfrastruktur wird es möglich, Unfälle ins Museum zu verbannen, den Kraftstoffverbrauch zu senken und auch den Fahrkomfort zu steigern“, sagte Degenhart im Rahmen der Continental Mobilitätsstudiehttp://www.continental-corporation.com/www/presseportal_com_de/allgemein/automatisiertes-fahren-de/.

„Wichtige Daten wie die Verkehrssituation oder Witterungsverhältnisse können über ein sogenanntes Backend, im Prinzip ein Rechenzentrum, zu Informationen verdichtet werden und allen Verkehrsteilnehmern in Echtzeit zur Verfügung stehen.“ Damit ließe sich die jeweilige Fahrsituation früher und schneller an die aktuellen Anforderungen anpassen und auf etwaige Gefahren einstellen. „So lernen Fahrzeuge, künftig ‚um die Ecke zu blicken‘ und ein Stauende hinter einer Kurve weit vor Ankunft zu erkennen“, so Degenhart. Das vernetzte Fahrzeug sei ein Schlüsselthema der zukünftigen Mobilität.

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