Einzelhandel: Deutsche zahlen vermehrt mit Karte

2014 wurden mehr als 40 Prozent des Umsatzes im stationären Einzelhandel mit Karte abgewickelt. Damit hat sich der Umsatz in den vergangenen 20 Jahren verachtfacht. Die Barzahlungen sinken dagegen, machen aber noch mehr als die Hälfte der gängigen Zahlungsarten aus.

Das bargeldlose Bezahlen nimmt auch in Deutschland zu. Während in Großbritannien schon vor sechs Jahren die Briten schon beim Kauf eines Donuts zur Karte griffen, hielt sich in Deutschland lange das Bezahlen mit Bargeld. Doch der Trend zur Kartenzahlung zeigt sich mittlerweile auch in Deutschland.

2014 wurden noch immer etwas mehr als die Hälfte des Umsatzes im stationären Einzelhandel bar bezahlt (53,3%). Das entspricht einem Minus von 1,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Aufwärts hingegen ging es beim bargeldlosen Bezahlen. Der Umsatz per Karte stieg auf 43,7 Prozentpunkte.

Hier nahmen die Zahlungen per Lastschrift (+0,5%), Maestro/ V Pay (+0,6%) zu, während sie bei den Kreditkarten (-0,1%) und Girokarten (-0,6%) leicht zurückgingen. Insgesamt lag der Kartenumsatz 2014 im stationären Einzelhandel bei 170,4 Milliarden Euro – vier Milliarden Euro höher als ein Jahr zuvor.

Insgesamt hat sich der kartengestützte Umsatz des Einzelhandels in den vergangenen 20 Jahren mehr als verachtfacht, so das EHI Retail Institute. Zahlungen per Rechnung und Gutscheinkarte sowie Finanzkäufe machten lediglich drei Prozent aus.

Mehr als die Hälfte des Handelsunternehmens setzt daher zukünftig auf Investitionen beim bargeldlosen Bezahlen. Die kontaktlose, mobile Zahlungsart mittels NFC-Technologie steht hier genauso im Fokus wie so genannte Unterschriftenpads zur digitalen Erfassung von Kundenbelegen aus Lastschrift- und Kreditkartenzahlungen. Außerdem rechnen in Deutschland immerhin ein Viertel der Händler mit einem Erfolg von Apple Pay – wenngleich ein Markteintritt von Apple Pay in Deutschland noch gar nicht steht.

Kommentare

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  1. syssiphus sagt:

    Diese Meldung entspricht weder meinem persönlichen Verhalten, noch den bisher gemachten Erfahrungen. Bargeld lacht !

  2. hugin sagt:

    NUR BARES IST WAHRES
    Bei jeder Zahlung mit Karte kasieren die Kartenfirm und die Bank mit! Daher Barzahlung !
    Die Folgen der Abschaffung des Bargeldes können die Bürger nicht abschätzen.
    Kein Geld für alle Trinkgeldberufe. (Friseur, Taxi, Kellner, Handwerker u.s.w.) Die Oma kann dem Enklerl zum Geburtstag kein Geld schenken, da es noch kein Konto hat, Negativzinsen muss man zahlen solange ein Betrag am Konto ist. Der Überblick über die Finanzen fehlt, daher ist man bald im MInus, mit saftigen „Überziehungs-Zinsen“ und Anderes.
    Das ist die totale FINANZ-DIKTATUR ! Daher immer BARZAHLUNG !

  3. Personalschwafler sagt:

    Wer bezahlt DMN für solche Jubelmeldungen ??

  4. Matthes sagt:

    Bargeldlos?
    Hätten Staat und Banken gerne. Der Staat hätte endlich einen kompletten Überblick über die Finanzen der Bürger, die Banken wittern neue Einkünfte.
    Aber solange die Banken nicht für die Sicherheit ihrer Karten geradestehen werde ich nicht auf Karte umsteigen!

  5. Bernhard sagt:

    Es ist enttäuschend, dass DMN auf solche Informationen hereinfällt: Es geht darum, die Deutschen weichzukochen, um Bargeldlosigkeit zu erzielen.

    „Die Deutschen machen …“, „Die Deutschen denken …“ usw, das sind übliche Propagandamittel.

  6. Umkreis-Institut sagt:

    Wie wäre das denn: Mit Blick auf ein drohendes Bargeldverbot tritt jeder anständige Deutsche ab heute in den Kartenzahlstreik. Zahlungen nur noch bar, Münzen und Scheine auf den Tisch, bis die oben angeführte Zahl wieder 100 Prozent ausmacht!