Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Stahlkonzern Salzgitter

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Deutschlands zweitgrößten Stahlkonzern Salzgitter. Zwei ehemalige Geschäftsführer stehen im Fokus. Bereits im März habe es erste Untersuchungen gegeben.

Der Stahlkonzern Salzgitter ist erneut wegen mutmaßlich illegaler Zahlungen ins Blickfeld der Staatsanwaltschaft geraten. Gegen zwei ehemalige Geschäftsführer einer Tochterfirma von Salzgitter werde wegen des Verdachts der Bestechung in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Dienstag.

Bei Durchsuchungen an verschiedenen Orten in Deutschland und der Schweiz seien bereits im März umfangreiche Unterlagen sichergestellt worden. Salzgitter bestätigte die Untersuchungen. „Es handelt sich um länderübergreifende Ermittlungen, die auch eine Vielzahl weiterer nicht zum Salzgitter-Konzern gehörender Personen und Unternehmen betreffen“, sagte ein Sprecher.

Bereits im Frühjahr 2014 hatte es Durchsuchungen bei Salzgitter gegeben. Damals gingen die Ermittler dem Verdacht nach, der Konzern könnte gegen Steuergesetze verstoßen und Beratern für die Anbahnung von Geschäften im Iran und in Nigeria zwischen 2005 und 2009 Provisionen von insgesamt mehr als 100 Millionen Euro gezahlt haben.

Zum Stand der Ermittlungen wollte sich die Staatsanwaltschaft Braunschweig nicht äußern. Salzgitter hat den Verdacht wiederholt zurückgewiesen.

 

 

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