Telekom will T-Online verkaufen

Die Telekom hat angekündigt, sich von ihrem Internetportal T-Online trennen zu wollen. Potentielle Käufer gebe es bereits, Axel Springer soll interessiert sein.

Die Deutsche Telekom spricht nun offiziell über einen möglichen Verkauf ihres Internet-Portals T-Online. Gespräche mit Interessenten seien bereits aufgenommen worden, sagte Konzernchef Tim Höttges auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Köln. Das Geschäftsmodell von T-Online habe sich überlebt.

„Die Wege der Kunden ins Netz laufen heute nicht mehr über ein Portal.“ Auch eine E-Mail-Adresse könnten Internet-Surfer überall im Netz erhalten. Zudem finanziere sie die Seite allein über Werbung, sagte er. Die Telekom startete nach Reuters-Informationen den Verkauf ihres Internetportals Ende 2014. Als ein aussichtsreicher Käufer wird der Verlag Axel Springer gehandelt.

Dennoch setzt das Unternehmen weiter auf die neuen Technologien. „Die Netze sind die Basis für alles“, sagte Höttges. „Darum investieren wir wie kein anderer. Ein großer Teil unserer Investitionen von jährlich rund 10 Milliarden Euro fließt in die Netze. Wir sind Teil der Architektur der digitalen Zukunft und gestalten diese aktiv mit – bei uns selbst und bei anderen.“  Die Marke Telekom sei heute mehr als 30 Milliarden Euro wert.

Die Telekom beschäftigt weltweit 228.000 Mitarbeiter in über 50 Ländern. 2014 lag der Jahresumsatz bei 62,7 Milliarden Euro. Ein Plus von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erst zu Beginn der Woche hatte der Konzern mitgeteilt, nun auch die übrig gebliebenen 49 Prozent der Slovak Telekom für 900 Millionen Euro zu übernehmen

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