Arbeiter 2.0: Schweizer Bundesbahn beschäftigt Schafe

Insgesamt 80 Schafe arbeiten für die Schweizer Bundesbahn. Sie weiden im unwegsamen Gelände und tragen somit zur Böschungspflege bei. Eine Gefahr durch Züge bestehe für die22 Stunden am Tag arbeitenden Schafe allerdings nicht.

Skudde heißen die Schafe der Schweizer Bundebahn. 80 an der Zahl arbeiten fast rund um die Uhr für das Unternehmen. Damit könne die Schweizer Bundesbahn einen „Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz leisten“, so der Konzern.

Insgesamt fallen 2.700 Hektar Böschungen in den Betriebsbereich der Bundesbahn – was in etwa einer Fläche von fast 3.800 Fußballfeldern entspricht. Diese Flächen sollen gepflegt werden. Insgesamt 22 Stunden sind die Schafe der Bundesbahn im Einsatz, etwa 1.000 Quadratmeter schaffen sie dabei pro Tag und Herde. Das macht in etwa 10 bis 20 Quadratmeter pro Tag und Schaf.

„Mit ihrem selektiven Fressverhalten dezimieren sie stark wuchernde Problempflanzen“, so die Bundesbahn. Damit „wird das Wachstum von Wiesenpflanzenarten verstärkt und davon lebende Tierarten wie Schmetterlinge oder Vögel unterstützt“.

Die Skudden-Schafe sind eine geschützte Rase von Pro Specia Rara. Sie sind klein und kurzschwänzig und verfügen über ein grobes Vlies mit langen Deckhaaren. Ihre Hörner sind im Vergleich zu ihrer Körpergröße sehr groß.

Trotzdem die Schafe an den Bahnböschungen weiden, bestehe der Bundesbahn zufolge aber keine Gefahr für sie. Ein spezielles Zaunsystem begrenze den Einsatzort der Tiere. „Der Zaun besteht aus Seilen mit eingeflochtenen Metalldrähten und steht unter Strom.“ An gefährlichen Stellen kämen auch Schneefangnetze zum Einsatz.

In Gruppen von mindestens zehn Schafen arbeiten die neuen Helfer der Bundesbahn. Einen Unterschlupf brauchen sie nicht, sie schlafen meist kaum mehr als zwei Stunden am Tag.

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  1. Matthes sagt:

    Vorsicht!
    Da wird die SPD bestimmt bald Mindestlohn fordern!