Windeln.de: Börsengang bringt weniger ein als geplant

Der Online-Babyartikelhändler Windeln.de nimmt mit seinem Börsengang wegen des folgenden Kurssturzes 27,5 Millionen Euro weniger ein als erhofft. Die Bank hatte seit der Erstnotiz massiv versucht, den Aktienkurs von Windeln.de zu stützen. Zuletzt lag der Aktienkurs jedoch um 22 Prozent unter dem Ausgabepreis.

Die Deutsche Bank teilte in der Nacht zum Samstag mit, die Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) sei nicht ausgeübt worden. Das Geld aus der Ausgabe dieser Aktien wäre dem Unternehmen zugeflossen, nun muss sich Windeln.de mit 100 Millionen Euro begnügen.

Die Bank hatte seit der Erstnotiz massiv versucht, den Aktienkurs von Windeln.de zu stützen. Trotzdem lag dieser am Freitag mit 14,49 Euro um 22 Prozent unter dem Ausgabepreis von 18,50 Euro. Durch die Stützungskäufe wird die Platzierungsreserve dezimiert.

Windeln.de ist ein Onlineshop, der sich auf den Handel mit Baby- und Kleinkinderartikeln spezialisiert hat. Über das Internet vertreibt der Online-Shop nicht nur Windeln, sondern auch andere Produkte rund um das Thema Babys und Kleinkinder. Das Unternehmen ging Anfang Mai an die Börse, um sein weiteres Wachstum zu finanzieren. Auf diesem Wege sollten netto rund 120 Millionen Euro in die Kassen gespült werden. Doch bereits das Börsendebüt fiel äußerst schwach aus.

Nach dem Börsengang von Sixt Leasing stützte die Commerzbank dagegen nur kurz den Aktienkurs. Von der Platzierungsreserve wurden lediglich 400.000 Aktien einbehalten, so dass die Muttergesellschaft, der Autovermieter Sixt, sich mit acht Millionen Euro weniger begnügen muss. Die Sixt-Leasing-Aktie schloss am Freitag mit 21,20 Euro über dem Ausgabepreis von 20 Euro.

Kommentare

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  1. Gerhard sagt:

    Gut, auf den ersten Blick, ist das wohl keine Investition in die Zukunft, weil die Zahl der Kinder dramatisch rückläufig ist. Alle „Förderprogramme“ unserer Bundesregierungen haben ja genau das Gegenteil bewirkt: weniger Geburten. Allerdings, wenn das Geschäftsfeld angepasst wird, dann hat die Firma eine echte Chance: Windeln für Erwachsene. In Japan werden mehr Windeln an Erwachsene verkauft, als für Kinder. Hier liegt die Zukunft!

    Also Leute, nicht aussteigen, sondern einsteigen!

  2. Hans von Atzigen sagt:

    Möglicherweise ein Vorzeichen ein Teilindiz das,
    das mit den Aktien ein Lauf ins Leere wird.
    Das Eingeständnis das die Liquiditätszufuhr ZB. einer
    EZB keine Belebung der Realwirtschaft erzeugt liegt
    innzwischen auf dem Tisch.
    Bei stagnierender und Rückläufiger Kaufkraft in
    Handels und Konsumtitel zu investieren,
    wohl keine besonders gute Idee.
    Die von ,,Experten,, angepriesene wohl Letzte
    Anlage-Empfehlung steht auf einem schwachen
    Fundament.
    Für an der Börse investiertes ,,Kapital,,kann und wird letztlich keiner haften.
    Das bleibt am Geldgeber = Investor hängen.
    Nach der Banken auch noch die Börsenrettung???
    Bleibt noch die Allerletzte Linie.
    Seltene Güter wie Metalle und dergleichen.
    Doch auch hier ist ein Verfalldatum enthalten.
    Gewiss auf ZEIT einige Gewinner, danach nur
    noch erkaltende Heisse Luft.
    Der entscheidende Knackpunkt.
    Ohne Realwirtschaftliches Fundament sog, Deckung, ist JEDE
    absolut JEDE Geld und Kapitalform ohne Wert.
    Freundliche Grüsse

  3. koko sagt:

    LOL … wer kauft sowas, wenn die Insider gleichzeitig massiv aussteigen ???