Kein Nachfolger in der Familie: Nur noch ein Bieter an Sportbekleidungsfirma Bogner interessiert

Der Verkauf des Traditionsunternehmens Bogner gestaltet sich offenbar schwieriger als gedacht. Am Ski- und Sportbekleidungshersteller ist Finanzkreisen zufolge nur noch ein Konsortium um den früheren Coty -Chef Bernd Beetz im Rennen. Dessen Offerte liegt zudem deutlich unter den Erwartungen des Inhabers.

Beetz habe gemeinsam mit der chinesischen Beteiligungsgesellschaft Fosun den Finanzinvestor Permira überboten, sagten zwei mit dem Verkaufsprozess vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Darüber hatte zuvor das „Manager Magazin“ online berichtet.

Allerdings liege auch die nachgebesserte Offerte von Beetz und Fosun bei weniger als 300 Millionen Euro und damit deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen von Eigentümer und Firmenchef Willy Bogner, sagte ein Insider. Die Russland-Krise belastet Insidern zufolge den Verkauf. Die Umsätze von Bogner sind dort eingebrochen. Ob der Verkauf tatsächlich wie geplant noch im Juni über die Bühne geht, gilt daher als unsicher.

Die Investmentbank Goldman Sachs, die den Verkaufsprozess organisiert, und Permira lehnten Stellungnahmen ab. Bogner und Beetz waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Beetz hatte von 2001 bis 2012 den weltgrößten Parfümhersteller Coty (Chloe, Chopard, Jil Sander) geführt.

Bogner beauftragte im vergangenen Sommer Goldman Sachs, einen Käufer für das 1932 von seinem Vater gegründete Unternehmen zu finden. Der 72-jährige ehemalige Weltklasse-Skifahrer will sein Lebenswerk verkaufen, weil er in der Familie keinen Nachfolger hat.

Kommentare

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  1. kalle sagt:

    Was will der noch mit dem ganzen Geld? Er sollte seine Firma seinen Mitarbeitern schencken,er selbst hat die Firma ja seinerzeit selbst geschenckt bekommen!

    • Ja klar sagt:

      Ja, ja, die Sozialisten werden nicht müde, das Geld anderer Menschen zu verschenken… oder diese aufzufordern, es selbst zu verschenken.

      • ralph strapsetraeger sagt:

        Für Personen, die nicht über den eigenen kleinen Tellerrand blicken können, ist es „nur verschenken“. Für Andere die Möglichkeit, Arbeitslosigkeit abzubauen. Wenn die Beschenkten aufhören können zu arbeiten, können Andere deren Job übernehmen.