Neuer Radpanzer: Rheinmetall kooperiert mit polnischem Rüstungskonzern

Zusammen mit dem polnischen Unternehmen Polska Grupa Zbrojeniowa und Obrum hat Rheinmetall ein Unternehmen gegründet. Hintergrund ist die Entwicklung eines amphibischen Radpanzers. Das Kampfgewicht soll bei unter 20 Tonnen liegen.

Mitte Mai unterzeichneten der Rüstungskonzern Rheinmetall und die zwei polnischen Unternehmen Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ) und Obrum einen Vertrag über die Gründung eines Joint Ventures. Dieses soll von Polen aus operieren, teilte Polska Grupa Zbrojeniowa mit.

Zusammen wollen sie den Prototyp eines amphibischen Radpanzers entwickeln, „der den Anforderungen des modernen Schlachtfeldes entspricht“, so PGZ. Konzipiert in einer 6×6 Version soll der Radpanzer eine Nutzlast von 3,5 Tonnen bieten, bei einem Kampfgewicht von unter 20 Tonnen.

„Dieses Fahrzeug wird das erste seiner Klasse sein, das gänzlich von den Erfahrungen der letzten asymmetrischen Konflikte profitieren wird“, so PGZ. Da die Herstellung in Polen erfolgen soll, werde auch die polnische Wirtschaft davon profitieren. Die 4×4 BRDM-2 Aufklärungsfahrzeuge werden durch den neuen Prototyp ersetzt werden.

„Wir sehen diese Vereinbarung als ersten Schritt in Richtung einer strategischen Allianz mit PGZ auf dem Radpanzer Markt und als einen Weg, der auch von anderen Rheinmetall-Konzerngesellschaften eingeschlagen werden sollten“, sagte Rheinmetall-Chef Pietro Borgo.

Mehr als 60 Unternehmen mit 17.500 Beschäftigten gehören zur Gruppe von Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ). Obrum ist ein polnisches Forschungs- und Entwicklungszentrum für mechanische Geräte.

Erst im Januar dieses Jahres war Rheinmetall mit dem Essener Unternehmen Ferrostaal ein Joint Venture eingegangen: das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall International Engineering GmbH. Im ersten Quartal erzielte Reinmetall gegenüber dem Vorjahresquartal beim Konzernumsatz ein Plus von 14 Prozent.

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