USA: BMW ruft weitere Autos wegen defekter Airbags zurück

Nach Angaben der US-Behörde ruft BMW über 420.000 Autos zurück. Grund sind erneut die Airbags des japanischen Zulieferers Takata. Diese sollen bei Unfällen explodieren können.

BMW ruft nach Angaben der US-Behörden mehr als 420.000 Autos zurück. Grund seien Probleme mit Airbags des japanischen Zulieferers Takata, teilte die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde am Donnerstag mit. Zuvor hatte bereits Fiat Chrysler bekanntgegeben, mehr als vier Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zu beordern, und dafür ähnliche Gründe genannt.

Unter dem Druck der US-Behörde NHTSA hatte Takata in der vergangenen Woche den Rückruf wegen des Airbag-Defekts auf fast 34 Millionen Autos in den USA verdoppelt. Die Probleme halten die Branche seit Jahren in Atem. Rund ein Dutzend Hersteller sind davon betroffen, darunter auch Toyota, Nissan, Honda und Ford.

Takata stellt weltweit jeden fünften Airbag her. Die zum Schutz der Auto-Insassen konzipierten Luftkissen können bei einem Unfall explodieren, so dass heiße Metallteile umherfliegen.

Insgesamt sind schon mehr als 31 Millionen Fahrzeuge aufgrund der defekten Airbags zurückgerufen worden. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hatte sich Takata an die Öffentlichkeit gewandt:

„Seit Gründung unseres Unternehmens hat die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer für Takata oberste Priorität. Unsere Airbags haben in mehr als zwei Millionen Autounfällen auf der ganzen Welt sicher ausgelöst (…) Allein im Jahr 2014 sind weltweit Tausende von schweren Verletzungen und Todesfällen durch die Airbags von Takata verhindert worden. Der Fokus auf unsere Mission ist nach wie vor unverändert klar. Jedes einzelne Versagen ist inakzeptabel und wir sind aufrichtig und zutiefst betrübt darüber, dass fünf Todesfälle auf Autounfälle zurückzuführen sind, bei denen Takata Airbags nicht richtig funktionierten. Wir verstehen die in der Öffentlichkeit bestehenden Bedenken und nehmen sie sehr ernst.“

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