Arbeitsagenturen sehen keine Besserung am Arbeitsmarkt

Für die kommenden Monate rechnen Arbeitsmarktforscher nicht mehr mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Die Chefs der Arbeitsagenturen sind pessimistisch. Zu gering sei der konjunkturelle Schub.

Nach der Wintersaison hielten die Arbeitsmarktforscher eine weitere positive Entwicklung der Arbeitsmarkzahlen für wahrscheinlich. Doch das aktuelle IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Mai dieses Jahres um 0,4 Punkte gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Damit liegt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bei 99,9 Punkten und damit unter der Marke von 100 Punkten. 100 Punkte signalisieren eine gleichbleibende saisonbereinigte Arbeitslosigkeit.

„Nach dem Optimismus im Winterhalbjahr ist bei den Erwartungen der Arbeitsagenturen nun etwas Ernüchterung eingetreten“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“. Einen schwächeren Stand des IAB-Arbeitsmarktbarometers habe es das letzte Mal vor zwei Jahren gegeben. „Die Konjunktur konnte das Tempo vom Ende des letzten Jahres nicht halten“, so Weber.

Zwar seien die Aussichten nicht schlecht, jedoch reiche der konjunkturelle Schub nicht aus, um die Arbeitslosigkeit zu senken. Eine Rolle spiele dabei auch, dass die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den ersten Monaten des Jahres durch den milden Winter begünstigt war.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer beruht auf einer monatlichen Befragung unter den 156 Chefs der lokalen Arbeitsagenturen zu der von ihnen erwarteten Arbeitsmarktentwicklung in den nächsten drei Monaten. Der Indikator bezieht sich auf die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitslosigkeit, also unter Herausrechnung der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen.

 

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  1. Rolli sagt:

    Headline von www.http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de
    „Arbeitslosigkeit in Euro-Ländern sinkt auf Drei-Jahres-Tief“

    ja wie passt das zusammen? heute hüh morgen hot.