Russland und Griechenland verhandeln über Gaspipeline

Russland will nach dem Stopp des Projekts South Stream nun eine Erdgasleitung durch die Türkei. Griechenland bietet für einen potentiellen Anschluss der EU an die Pipeline die besten Voraussetzungen, deshalb diskutieren beide Länder über einen Anschluss. 2019 soll die Erdgasleitung in Betrieb genommen werden.

Griechenland und Russland verhandeln über den Bau einer Erdgasleitung durch den klammen Eurostaat. Der griechische Energieminister Panagiotis Lafazanis sei zu Gesprächen nach Moskau gereist, teilte das Ministerium am Wochenende mit. Dort habe er sich mit seinem russischen Amtskollegen Alexander Nowak, dem stellvertretenden Finanzminister Sergej Stortschak und Gazprom-Chef Alexei Miller getroffen.

Es sei dabei um die Finanzierung der geplanten Pipeline Turkish Stream gegangen, die von einem Konsortium aus russischen und europäischen Unternehmen gebaut werden soll. An dem Projekt soll sich auch ein griechischer Staatskonzern beteiligen. Russische Banken hätten bereits ihr Interesse an einer Förderung gezeigt.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras war bereits im April nach Moskau gereist. Damals kündigten Russlands Präsident Wladimir Putin und er an, dass beide Länder ihre Wirtschaftskontakte verstärken wollten und eine Zusammenarbeit bei Turkish Stream anstrebten. Russland plant nach dem Stopp des Gaspipeline-Projekts South Stream durch Bulgarien im Januar eine neue Verbindung durch die Türkei, die 2019 in Betrieb gehen soll.

Damit auch die EU darüber versorgt werden könnte, müsste ein Anschluss durch Griechenland gebaut werden. Russland hatte South Stream auch wegen Widerstands der EU-Kommission aufgegeben, die auch bei Turkish Stream schon vorsorglich die Einhaltung der EU-Regeln angemahnt hat.

 

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