Österreich: FPÖ mit Überraschungs-Erfolgen bei Landtagswahlen

Bei den Landtagswahlen in Österreich haben die etablierten Regierungsparteien SPÖ und ÖVP eine Wahlschlappe erlitten. Der FPÖ gelang es, zahlreiche Stimmen zu gewinnen. In der Steiermark liegen sie fast gleichauf mit SPÖ und ÖVP.

Österreich befindet sich im Super-Wahljahr. Am Wochenende wurde in der Steiermark und im Burgenland gewählt. Der klare Gewinner der Landtagswahlen heißt FPÖ. Bei beiden Wahlen konnte die Partei sehr viele Wähler hinzugewinnen. In der Steiermark beispielsweise brach die regierende SPÖ um Franz Voves um neun Prozentpunkte auf 29,2 Prozent ein. Die Övp erreichte nur 28,5 Prozent. Die FPÖ hingegen konnte mit 27,1 Prozent ihr von den Wahlen 2010 fast verdreifachen. Die Wahlbeteiligung lag mit 62,2 Prozent etwas niedriger als bei der vergangenen Landtagswahl.

„Es ist ein für die SPÖ erschreckendes Ergebnis, aber es ist zur Kenntnis zu nehmen“,  sagte Voves kurz nach den Hochrechungen. Wissenschafts- und Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) verwies darauf, dass man auch mit 58 Prozent gut gemeinsam regieren könne. „Auf anderen Ebenen gibt es Regierungen, die ihre Schaffenskraft auf 50,8 Prozent setzen“, zitiert ihn das ORF. Wenn man sich das Ergebnis der FPÖ ansehe, habe nicht eine Abstimmung über die „Reformpartnerschaft“, sondern eine Abstimmung über Asylpolitik stattgefunden.

Ähnlich enttäuschend für die SPÖ und die ÖVP war der Ausgang der Wahlen im Burgenland. Hier büßte die regierende SPÖ mit Hans Niessl einen Rückgang der Stimmen um 6,3 Prozentpunkte ein. Sie blieb mit 41,9 Prozent jedoch stärkste Partei. Die ÖVP verlor 5,5 Prozentpunkte. Die FPÖ erreichte 15 Prozent: Ein Plus von neun Prozentpunkten. Die Grünen konnten ihr Ergebnis um 4,2 auf 6,4 Prozent verbessern. Die SPÖ könnte zusammen mit der ÖVP weiter regieren und käme dann auf 26 Mandate. Eine Koalition mit der FPÖ wäre mit 21 Mandaten auch möglich. Dann könnten die Koalitionspartner regieren, aber keine Verfassungsbeschlüsse unternehmen.

Entsprechend der herben Verluste, war Landeschef Niessl nach den Wahlen nicht hocherfreut. „Partystimmung ist etwas anderes“, so Niessl zum ORF. „Mit dem Ergebnis habe ich tatsächlich nicht gerechnet“. Aber man müsse das Wahlergebnis so nehmen, wie es ist. Freude hingegen bei der FPÖ, die eine Koalition anstrebt. Schließlich sei die FPÖ „die drittstärkste Partei mit einem unglaublichen Zuspruch“, so FPÖ-Obmann Johann Tschürtz. „Und sich einfach über den Wählerwillen hinwegzusetzen, glaube ich, wird nicht gut sein.“

Ein deutlicheres Stimmungsbild hätte die österreichische Regierung kaum erhalten können. Die Ergebnisse zeigen die wieder laut werdende Unzufriedenheit der Bevölkerung. Zudem wird es in den kommenden Monaten beispielsweise auch noch Landtagswahlen in Wien, Oberösterreich geben.

Kommentare

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  1. hugin sagt:

    LANDES-HAUPTMANN VOVES HAT KEINE HANDSCHLAGS-QUALITÄT
    Im Wahkampf hat Voves die FPÖ wüst beschimpft. Hetzer, Lügner und Anderes. Außerdem hat Voves gedroht, bei einem Ergebnis unter 30% für die SPÖ zurückzutreten.
    Trotz 29,2% ist er nicht abgetreten, wie lange kann sich die SPÖ wortbrüchige Politiker leisten ? SPÖ und ÖVP haben zusammen fast 19% verloren, wollen aber die „Reform-Partnerschaft“ trotz des Verlustes fortsetzen.

  2. Kitty sagt:

    Eine EU gegen die Mehrheit des Volkes wird scheitern.

    Da können die selbsternannten „Eliten“ schreien wie sie wollen.

  3. Andy sagt:

    Ja, so macht man das. Die Sozialisten und EudSSR-Lakaien aller Schattierungen haben ihre erste Ohrfeige bekommen, bei den Wahlen im Herbst in Wien und Oberösterreich wird der Watschentanz weitergehen.
    Derweil dürfen die bundesdeutschen Schlafschafe brav weiter die EU-Pleitiers mit ihrem Geld bezahlen und alternativlos Merkel und schäuble zujubeln.