Gegen Online-Portale: Lufthansa verlangt Zuschlag vom Kunden

Um den Umweg über Online-Portale zu vermeiden, will die Lufthansa wieder vermehrt Kunden auf die eigene Internetseite locken. Eine Gebühr soll dies nun umsetzen. Wer ab September ein Ticket über ein Online-Portal kauft, soll 16 Euro mehr zahlen.

Die Lufthansa plant zusammen mit ihren Tochter-Airlines wie Austrian oder Swiss den Ertrag durch den Verkauf von Flugtickets zu steigern, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. „ Mit der neuen Vertriebsstrategie sollen die Erlöse von Flugtickets künftig zu einem größeren Anteil dort anfallen, wo der Fluggast die eigentliche Dienstleistung, die Flugreise, erhält“, so der Konzern.

Während es in anderen Unternehmensbereichen zu steigenden Margen und Renditen gekommen sei, würde der Erlös aus dem Verkauf von Flugtickets immer geringer, so Jens Bischof von der Lufthansa.  Das will der Konzern nun ändern. Neben maßgeschneiderten Preisangeboten soll eine neue Vertriebsstrategie bei Verkauf von Tickets angewendet werden.

Der Grund für die gesunkenen Erlöse ist dem Unternehmen zufolge die Zunahme der Buchungen über Online-Portale zuzuschreiben. „Heute übersteigen die Aufwendungen für die Nutzung globaler Reservierungssysteme (GDS) die Kosten anderer Buchungswege wie die eigenen Onlineportale (…) um ein Vielfaches“, so der Konzern.

So würden sich die Kosten für die Nutzung globaler Reservierungssysteme im Unternehmen für die Lufthansa jährlich im dreistelligen Millionenbereich bewegen.“ Daher werden die Airlines der Lufthansa Gruppe ab dem 1. September 2015 für jedes über ein GDS ausgestelltes Ticket ein Entgelt, die „Distribution Cost Charge“ (DCC), in Höhe von 16 Euro berechnen“, so das Unternehmen.

Für alle Tickets, die über die Lufthansa-eigenen Buchungswege gekauft werden, muss dieser Zuschlag nicht bezahlt werden. Firmenkunden hätten zudem das Recht, „ihre individuell verhandelten  vertragsraten ohne Zuschlag auf www.LH.com zu buchen“.

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