Deutscher Mittelstand will neue Jobs schaffen

In diesem Jahr wollen die deutschen Mittelständler mehr investieren. Etwa eine Million neuer Arbeitsplätze soll geschaffen werden. Außerdem soll wieder vermehrt investiert werden, besonders Fuhrparks stehen im Fokus.

Unabhängig von den Problemen am russischen Markt wird die Stimmung im europäischen Mittelstand zurzeit etwas besser. Wie der aktuelle GE Capital CAPEX-Report zeigt, stieg die Zuversicht unter den sieben EU-Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Tschechien und Ungarn von 33 auf 39 Prozent. Bei den deutschen, befragten Mittelständlern blickt fast die Hälfte positiv in die Zukunft, in Großbritannien sind es sogar 55 Prozent.

Entsprechend positiv wird sich die Stimmung auf den Arbeitsmarkt auswirken. So wollen die deutschen Mittelständler in diesem Jahr 1,03 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen. Das entspricht einem Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem die großen Mittelständler setzen auf Neuanstellungen.

Bei den Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu einer Milliarde Euro sollen durchschnittlich 20 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Bei den Mittelständlern mit einem Jahresumsatz bis 249 Millionen Euro werden im Schnitt sieben neue Mitarbeiter angestrebt und die mittelgroßen Formen wollen durchschnittlich eine neue Stelle schaffen, so der GE Capital Report.

„Der CAPEX-Ergebnisbericht zeigt, dass der Bedarf an neuen Mitarbeitern den Mittelstand vor besondere Herausforderungen stellt“, sagt Joachim Secker von GE Capital in Deutschland. „Wer in Stellen investiert, kommt heute nicht um Investitionen zur Mitarbeiterbindung herum.“ Vor allem im Blick auf Mitarbeitergewinnung und –bindung hatte zuletzt auch eine Untersuchung von Fink & Fuchs Defizite bei den deutschen Mittelständlern gesehen.

Für 2015 sollen neben neuen Stellen auch Investitionen in Höhe von 128,8 Milliarden Euro getätigt werden. Der größte Anteil soll dabei in Fertigungsanlagen (54,2 Milliarden Euro) fließen. Gewerbliche Fuhrparks (44,7 Mrd. Euro), IT-Hardware und Software sowie Büroausstattung sind ebenfalls im Blick für Investitionen.

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