Kettcar-Hersteller Kettler meldet Insolvenz

Das durch seine Kettcars für Kinder bekannt gewordene Unternehmen Kettler hat einen Insolvenzantrag gestellt. Damit soll eine „unabgestimmte Übernahme“ durch einen Finanzinvestoren vermieden werden.

Der Kettcar-Hersteller Kettler ist insolvent. Das vor 66 Jahren gegründete Unternehmen mit rund 1100 Mitarbeitern, das neben dem bei Kindern heiß begehrten Kettcar auch Fährräder und Fitnessgeräte anbietet, stellte beim Amtsgericht Arnsberg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenregie.

Dieser Schritt sei notwendig geworden, „um die unabgestimmte Übernahme durch einen Finanzinvestor zu vermeiden und das Unternehmen neu auszurichten“, teilte die Firma am Mittwoch zur Begründung mit. Weitere Details dazu wurden nicht genannt.

Vorläufiger Sachwalter in dem Verfahren sei Christoph Schulte-Kaubrügger von der Anwaltskanzlei White & Case. Zudem sei der Sanierungsexperte Christian Krause engagiert worden. Alleingesellschafterin der Kettler-Gruppe ist die Tochter des Firmengründers Karin Kettler. Beim Verfahren in Eigenverwaltung gibt es keinen klassischen Insolvenzverwalter. Ein Restrukturierungsvorstand versucht über einen Sanierungsplan, der vom Amtsgericht genehmigt werden muss, einen Neuanfang zu schaffen.

Unter der Marke Kettler vertreibt die Firma aus dem sauerländischen Ense-Parsit Fitnessgeräte, Fahrräder, Spielfahrzeuge sowie Freizeit- und Gartenmöbel. In den 80er und 90er Jahren war Kettler vor allem mit dem Kinderflitzer Kettcar erfolgreich. In den vergangenen Monaten war das Unternehmen Medienberichten zufolge aber unter finanziellen Druck geraten und auf der Suche nach einem Investor.

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