Schweizer wollen Lohnobergrenze für Manager

Fast zwei Drittel der Schweizer sprechen sich für eine Lohnobergrenze bei Managern aus. Bei einer Grenze der Bonuszahlungen ist die Unterstützung in der Bevölkerung nicht so groß. Vielmehr glauben etliche Bürger, dass dies der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz schaden würde.

Die Managergehälter sind noch immer ein Thema in der Schweiz. Allerdings gibt es hinsichtlich einer möglichen Lohnobergrenze und einer Grenze bei den Bonuszahlungen deutliche Unterschiede. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Demoscope im Auftrag des Beratungsunternehmens HCM Hostettler & Company.

71 Prozent der Befragten gaben an, dass es eine Lohnobergrenze geben sollte. Das sind mehr als in den Jahren zuvor. Eine solche Lohnobergrenze sollte, wenn es nach den Befragten gehen würde, aber nicht vom Staat festgelegt werden. Allerdings gehen die Vorstellungen für eine Begrenzung des Lohnes weit auseinander. Die Vorschläge reichen hier von 10.000 bis 50 Millionen Franken.

Anders hingegen gehen die Befragten mit dem Thema Managergehälter um. „Es gab in jüngster Vergangenheit weniger spektakuläre Einzelfälle, was hohe Bonusbezüge betrifft“, so Stephan Hostettler von HCM. „Nichtsdestotrotz ortet die Mehrheit einen Handlungsbedarf.“ Zwar denken 63 Prozent, dass „überrissene Bonuszahlungen ein Systemproblem und keine Einzelfälle sind“, so die Studie. Dennoch sagt einer von drei Schweizern, eine Obergrenze für Bonuszahlungen würde die Wettbewerbsfähigkeit bzw. die Innovationsfähigkeit beeinträchtigen.

Grundsätzlich ist die Mehrheit der Befragten der Ansicht, dass der Staat nicht weiter eingreifen sollte. Vielmehr sei es Aufgabe der Aktionäre, über die Höhe von Vergütungen für Manager zu entscheiden.

Bei einer Volksabstimmung 2013 hatten die Schweizer die Begrenzung von Managergehältern noch abgelehnt. 65 Prozent stimmten gegen die so genannte 1:12-Initiative der Jungsozialisten. Vor der tatsächlichen Abstimmung hatte es lange Zeit in Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegeben.

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