Chemie-Händler Brenntag will hunderte Millionen für Zukäufe ausgeben

Der weltweit größte Chemiehändler Brenntag will im aktuellen Jahr Zukäufe zwischen 200 bis 250 Millionen Euro durchführen. Im vergangenen Jahr gab das Unternehmen 140 Millionen Euro für Akquisitionen aus. Auf dem Weltmarkt für Chemiedistribution gibt es insgesamt über 10.000 Firmen.

Der weltgrößte Chemikalienhändler Brenntag will in diesem Jahr deutlich mehr für Übernahmen ausgeben als 2014. Im Vorjahr habe Brenntag Firmen im Wert von insgesamt 140 Millionen Euro gekauft, das Budget für Akquisitionen liege aber bei 200 bis 250 Millionen Euro pro Jahr, erläuterte Vorstandschef Steven Holland in einem Interview mit der Welt am Sonntag. „Unsere Pipeline ist aktuell gut gefüllt. Daher gehe ich davon aus, dass wir unser Akquisitionsziel 2015 erreichen werden.“ Es würden auch einige kleinere Übernahmen in Europa darunter sein. Die langfristig größten Wachstumschancen sieht Holland aber in der Region Asien-Pazifik. Dabei gehe es nicht immer um Zukäufe. „Die Produzenten chemischer Produkte geben weiter immer mehr ihres Geschäfts an Chemie-Distributeure ab, um die Komplexität in ihrer Lieferkette zu reduzieren.“

Brenntag handelt als Bindeglied zwischen Chemieproduzenten und der weiterverarbeitenden Industrie in 72 Ländern mit mehr als 10.000 Chemikalien. „Der weltweite Markt für Chemiedistribution ist mit über 10.000 Unternehmen stark fragmentiert und bietet uns attraktive Übernahmeziele“, sagte Holland. Erst im Mai hatte Brenntag sein Geschäft mit der Übernahme des spanischen Unternehmens Quimicas Merono ausgebaut.

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