BASF verkauft Teil des Kaolin-Geschäfts

Der Chemiekonzern BASF verkauft einen Teil des Kaolin-Geschäftes und ein Werk in den USA. Käufer ist Imerys. Eine Kaufsumme wurde nicht genannt. Noch in diesem Jahr soll die Transaktion stattfinden.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte BASF angekündigt, sein Paper Hydrous Kaolin Geschäft neu ausrichten zu wollen. Nun verkauft der weltgrößte Chemiekonzern einen Teil dieses Geschäftsfeldes an das französische Unternehmen Imerys. Der Hersteller von mineralischen Speziallösungen für die Industrie „wird das globale PHK-Geschäft einschließlich eines kaolinverarbeitenden Produktionsstandortes in Wilkinson County/Georgia erwerben“, teilte BASF mit.

Wenn die zuständigen Wettbewerbsbehörden ihr Einverständnis geben, soll das Geschäft noch im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden. „Über finanzielle Einzelheiten der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.“

Von dem Verkauf werden BASF zufolge etwa 190 Stellen betroffen sein. Man werde auf die betroffenen Mitarbeiter zugehen, um andere Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens zu finden oder sie während der Übergangsphase angemessen zu unterstützen.

„Dieser Schritt wird die Wettbewerbsfähigkeit unseres Kaolin-Geschäfts verbessern und trägt dazu bei, den Fokus auf wachstums­starke Kerngeschäfte zu richten”, sagte Shane Porzio, Vice President, Global Business Management Kaolin bei BASF. „Wir werden eng mit Imerys zusammenarbeiten, um einen reibungslosen Übergang für unsere Kunden zu gewährleisten.”

Ganz will BASF aber nicht aus dem Kaolin-Geschäft aussteigen. Man wolle sich beim Thema Kaolin auf das industrielle Segment konzentrieren. Der Bau von Prozess-Katalysatoren wird ebenfalls fortgesetzt. Bis zur endgültigen Übergabe will BASF zudem die Auftragsfertigung und weitere Dienstleistungen für Imerys  übernehmen.

Die deutsche Chemiebranche kämpft bereits mit zurückgehenden Marktanteilen. Die Konkurrenz aus China wird immer größer. Im ersten Quartal dieses Jahres verzeichnete BASF einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von Minus 1,070 Milliarden Euro, bei einer Umsatzsteigerung von 2,8 Prozent.

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