Bayer trennt sich von Diabetes-Sparte

Panasonic Healthcare kauft für etwas mehr als eine Milliarde Euro die Diabetes-Sparte von Bayer. Wenn die Kartellbehörden einverstanden sind, wird das Geschäft Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Für 1,022 Milliarden Euro verkauft Bayer sein Diabetes-Care-Geschäft an die Panasonic Healthcare Holdings Co., Ltd, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Zu Bayers Diabetes-Sparte zählen die Contour™-Blutzuckermessgeräte und -sensoren, weitere Blutzuckermesssysteme wie Breeze™2 und Elite™ sowie Microlet™-Stechhilfen. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch grünes Licht geben. Der Abschluss wird dann für das erste Quartal 2016 erwartet.

„Wir sind überzeugt, dass der Verkauf von Diabetes Care an unseren langjährigen Partner Panasonic Healthcare, gestützt durch KKR, ein richtiger Schritt ist, um das Geschäft für die Zukunft nachhaltig aufzustellen“, sagte Werner Baumann von der Bayer HealthCare AG. „Dies ist ein weiterer Meilenstein für KKR in der Kooperation mit führenden deutschen und japanischen Unternehmen sowie beim Ausbau von führenden Healthcare-Konzernen“, sagte Johannes Huth,  Europachef von KKR.

Bayer und Panasonic HealthCare arbeiten bereits seit mehr als 20 Jahren im Diabetesgeschäft zusammen. Hinter Panasonic HealthCare stehen der japanischen Elektronikkonzern Panasonic mit einem Anteil von 20 Prozent und der Finanzinvestor KKR mit einer Beteiligung von 80 Prozent. Die Bayer-Sparte Diabetes-Care setzte im vergangenen Jahr 909 Millionen Euro um.

Bereits 2012 hatte Bayer einen Käufer für das Geschäft gesucht, dann aber entschieden, es zunächst weiter zu behalten. Der Konzern ist seit einiger Zeit dabei, sich von Randbereichen in seiner Gesundheitssparte HealthCare zu trennen. Das Geschäft mit Blutzucker-Messgeräten steht schon seit einiger Zeit unter Preisdruck. Die Zahl der Diabetes-Kranken steigt zwar weltweit an – bei den Geräten zur Messung des Zuckerspiegels gibt es inzwischen aber viele Anbieter.

Im Geschäftsjahr 2014 stieg der Umsatz von Bayer  währungs- und portfoliobereinigt um 7,2 Prozent auf 42,239 Milliarden Euro. Nach Abzug der Steuern und Sondereinflüssen lag das Konzernergebnis bei 3,426 Milliarden Euro und damit etwas über dem Ergebnis des Vorjahres (3,189 Milliarden Euro).

 

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