Großbritannien: Aldi und Lidl verdrängen lokale Supermärkte

Aldi und Lidl weiten ihren Marktanteil in Großbritannien kontinuierlich aus. Moody’s schätzt, dass beide zusammen bis 2020 etwa 12 bis 15 Prozent des britischen Marktes besetzen werden. Während britische Lebensmittelketten derzeit Geschäfte schließen, eröffnen Aldi und Lidl neue.

Die Supermarktkonzerne Aldi und Lidl werden die vier großen, britischen Lebensmittelketten nach Einschätzung von Moody’s in den kommenden Jahren weiter unter Druck setzen. Bis 2020 dürfte der Marktanteil der deutschen Unternehmen insgesamt auf 12 bis 15 Prozent steigen, erklärte die Ratingagentur am Donnerstag. Während die britischen Ketten gerade nicht so rentable Geschäfte schließen, eröffnen Aldi und Lidl neue Filialen.

Dem Marktforschungsinstitut Kantar zufolge kommen Aldi und Lidl im Moment auf 5,4 Prozent beziehungsweise 3,9 Prozent und die vier Branchengrößen Tesco, Asda, Sainsbury’s und Morrisons zusammen auf über 70 Prozent.

Die traditionellen Ketten liefern sich einen heftigen Preiskampf, der die Gewinne schmälert. Aufgrund weiterer Preissenkungen und Umsatzrückgängen wird die Situation für die vier traditionellen Ketten vor allem in den kommenden 12 bis 18 Monaten schwierig werden, so Moody’s. Bis auf Asda könne keines der drei anderen Unternehmen weitere Preissenkungsrunden mitmachen.

Aber eine Fusion unter den vier Konzernen sei wegen der hohen Marktanteile unwahrscheinlich. Nach 2016/2017 könnte sich ihre Lage allmählich verbessern, schrieben die Experten. Als Grund verwiesen sie auf das vergleichsweise hohe Wirtschaftswachstum in Großbritannien.

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