Volkswagen mit massiven Einbrüchen in Russland

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat VW deutlich weniger Autos verkauft. Besonders in Osteuropa und Russland brachen die Verkäufe ein. Damit hat sich der Trend aus dem ersten Quartal noch verschärft.

Es ist noch nicht allzu lange her, dass Piech VW verlassen hat. Und schon hat Martin Winterkorn mit weiteren Schwierigkeiten zu kämpfen. Wie der Konzern mitteilte, wurden im Zeitraum von Januar bis Mai insgesamt nur 2,48 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Das sind 3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Allein im Mai waren die Verläufe um 5,9 Prozent zum Vorjahresmonat zurückgegangen.

Während die Verkäufe in Westeuropa im Mai um 6,4 Prozent zulegen konnten, gingen sie in vielen anderen Regionen stark zurück: In China, den USA und der Asien-Pazifik Region. Neben erheblichen Absatzproblemen in Brasilien brachen vor allem in Russland die Verkäufe ein. Mit nur 29.800 verkauften Fahrzeugen führ VW im Mai in Russland ein Minus von 47,2 Prozent ein. In Brasilien waren es Minus 27,8 Prozent.

Damit hat sich die negative Dynamik in den Absatzmärkten in Osteuropa weiter verschärft. Im ersten Quartal waren die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Zentral- und Osteuropa um 10,1 Prozent zurückgegangen, im Mai um 22,1 Prozent.

In Russland selbst gingen sie in den ersten drei Monaten um 34,9 Prozent zurück, im Mai nun um 47,2 Prozent. Die Ukraine-Krise und die damit zusammenhängenden Sanktionen gegenüber Russland beeinträchtigen das Geschäft von VW weiterhin erheblich.

Kommentare

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  1. DIHT_Trottel@brd.de sagt:

    Einen guten Rat an VW:

    sich darauf einstellen, dass das kein einmaliger Vorgang bleiben wird.
    Dem werden weitere folgen:
    Astronomische Preise, miese Produktqualität, unterirdischer Service und
    komplett abgehobene Überheblichkeit der „Das Auto“- Händlerschaft.

    Der Kunde braucht das alles überhaupt nicht. Gehe zurück auf LOS ( 1968 )
    was die 4 oben kritisierten Punkte angeht. Dann klappt VW auch wieder.

  2. kitty sagt:

    Und plötzlich stellen die Russen fest, dass auch die Inder, Chinesen, Japaner und Koreaner schöne Autos bauen können.

    Aber keine Angst. Die Umsätze und Arbeitsplätze ja sind nicht weg. Sie sind nur nicht mehr in Deutschland.