Verdi dehnt Streiks bei der Post weiter aus

Bundesweit streiken bereits 18.000 Post-Beschäftigte, teilte Verdi am Samstag mit. Die Gewerkschaft will den Streik noch ausweiten.

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post erhöht die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit einer Streikausweitung den Druck auf das Unternehmen. Bundesweit hätten sich mittlerweile rund 18.000 Beschäftigte dem Ausstand angeschlossen, teilte Verdi am Samstag mit. Die Gewerkschaft hatte am Montag zu einem bundesweiten und unbefristeten Streik aufgerufen. Bis Mittwoch hatte sich die Zahl der Streikenden auf rund 14.500 erhöht. Die Post sprach am Samstag von 17.900 Teilnehmern des Ausstands. Das Unternehmen gehe davon aus, dass trotz der Arbeitsniederlegung über 80 Prozent der Briefsendungen und mehr als 75 Prozent der Pakete pünktlich zugestellt werden können, teilte die Post mit.

Entzündet hatte sich der Konflikt an der Ankündigung des Bonner Konzerns, Tausende unbefristete Stellen zu schaffen – allerdings in 49 neuen Gesellschaften, für die niedrigere Löhne gelten als im Konzern. Die neuen Firmen orientieren sich an den Tarifverträgen der Logistik-Branche, die deutlich unter denen der Post liegen. Verdi will die Post mit dem Streik zwingen, dass auch bei den Tochterunternehmen der höhere Haustarif gezahlt wird. Die Post pocht dagegen darauf, dass sie deutlich höhere Löhne als die Konkurrenten zahlt.

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