US-Ermittlungen gegen Nike im Fifa-Korruptionsskandal

Die US-Behörden überprüfen Zahlungen von Nike im Zusammenhang mit einem Fußball-Sponsorenabkommen mit Brasilien. Es sollen insgesamt 40 Millionen Dollar geflossen sein.

Die US-Behörden überprüfen einem Medienbericht zufolge Zahlungen des Sportartikelherstellers Nike im Zusammenhang mit einem Fußball-Sponsorenabkommen mit Brasilien. Es gehe darum, herauszufinden, ob es Hinweise für ein Fehlverhalten Nikes oder anderer bei dem Geschäft von 1996 gebe, berichtete das Wall Street Journal am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Nike soll demnach die Firma sein, die in der im Zuge des Korruptionsskandals rund um den Fußball-Weltverband Fifa erlassene Anklageschrift der US-Justiz namentlich nicht genannt wird.

Dort ist lediglich die Rede von dem „Sportbekleidungsunternehmen A“, dass bereit gewesen sein soll, 40 Millionen Dollar „Marketing-Gebühren“ zu zahlen, die nicht Teil des eigentlichen Vertrags mit dem brasilianischen Fußballverband gewesen seien. Das Geld soll für ein Schweizer Bankkonto einer Person mit Beziehungen zu der brasilianischen Vermarktungsfirma Traffic bestimmt gewesen sein.

Eine Sprecherin des FBI in New York lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Die zuständige US-Staatsanwaltschaft reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um eine Stellungnahme. Nike war zunächst nicht zu erreichen. Der Adidas -Rivale hatte im Mai mitgeteilt, dass die im Zusammenhang mit dem Fifa-Bestechungsskandal verfasst Anklageschrift Nike nicht vorwerfe, sich kriminell verhalten zu haben. Der Konzern bestätigte aber weder, dass er die Firma ist, um die es in den Unterlagen geht, noch dementierte er dies. Er erklärte lediglich, mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

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