Immobilien: Annington kauft Konkurrent Südewo

Der Wohnungskonzern Deutsche Annington setzt seine Einkaufstour fort. Für knapp zwei Milliarden Euro übernimmt Annington den Mitwettbewerber Süddeutsche Wohnen. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht jedoch noch aus.

Deutschlands größter Wohnungskonzern Deutsche Annington übernimmt die Konkurrentin Süddeutsche Wohnen (Südewo). Verkäufer der Südewo sei Patrizia Immobilien, teilte das Unternehmen mit. Der Vollzug der Akquisition sei für den 7. Juli 2015 geplant, stehe jedoch noch unter dem Vorbehalt einer Freigabe durch die Kartellbehörden. Der Kaufpreis betrage rund 1,9 Milliarden Euro. Annington will nach eigenen Angaben mit dem Erwerb der Südewo Gruppe ihre Präsenz im Süden Deutschlands ausbauen.

„Im stark fragmentierten deutschen Markt für Mietwohnungen nutzen wir eine weitere Gelegenheit, unsere bundesweite Aufstellung strategisch zu erweitern“, sagte Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Annington. „Die Mieter beider Unternehmen werden von Kostenvorteilen, hohen Instandhaltungs-aufwendungen und einer regionalen Mieterbetreuung profitieren.“

Südewo hat insgesamt 19.800 Wohnungen. Annington plant zur Finanzierung des Erwerbs der Konkurrentin eine Bezugsrechtskapitalerhöhung mit Bruttoemissionserlösen von bis zu 2,25 Milliarden Euro. Patrizia Immobilien erhöhte unter anderem wegen dieser Transaktion ihre Ergebnisprognosen für 2015 und 2016 um kumuliert mindestens 200 Millionen Euro.

Annington hatte die milliardenschwere Übernahme der Rivalin Gagfah zu Jahresbeginn unter Dach und Fach gebracht. Entstanden war ein Immobilienunternehmen mit bundesweit mehr als 350.000 Wohnungen und einem Portfoliowert von 21 Milliarden Euro – nach eigenen Angaben das zweitgrößte börsennotierte Immobilienunternehmen in Kontinentaleuropa nach der französischen Unibail-Rodamco. Auf dem Heimatmarkt ist Annington unangefochtener Branchenführer. Auf Platz zwei befindet sich mit deutlichem Abstand die ebenfalls expansionshungrige Deutsche Wohnen.

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