Daimler will Niederlassungen an chinesisches Unternehmen verkaufen

Das chinesische Unternehmen Lei Shing Hong (LSH) könnte bald der neue Eigentümer mehrerer ostdeutscher Mercedes-Niederlassungen sein. Die Verkaufsgespräche sind Insidern zufolge kurz vor dem Abschluss. Die Niederlassung in Erfurt hatte das Lei Shing Hong bereits im Dezember übernommen.

Daimler könnte schon bald mehrere ostdeutsche Mercedes-Niederlassungen an das chinesische Unternehmen Lei Shing Hong (LSH) verkaufen. Der Verkauf stehe kurz vor dem Abschluss und die Chinesen seien klare Favoriten, berichtet die Stuttgarter Zeitung mit Verweis auf Insider. Bei Daimler war dazu kein Kommentar zu erhalten. Die Zeitung zitiert eine Sprecherin mit der Aussage, bis zum Abschluss aller Gespräche über die Niederlassungen wolle man sich nicht zu möglichen Investoren äußern.

Daimler plant einen tiefgreifenden Umbau seiner Vertriebsorganisation. Die 33 konzerneigenen Niederlassungen sollen in regionale Verbünde zusammengefasst werden, von den 158 Standorten stehen nach früheren Angaben 56 zum Verkauf. Der Zeitung zufolge betrifft der Verkauf die Niederlassungen in Magdeburg, Leipzig, Schwerin, Dresden und Rostock mit jeweils mehreren Betrieben. Die Niederlassung in Berlin bleibe bei Daimler.

Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hatte die LSH die Niederlassung in Erfurt gekauft. Das Unternehmen arbeitet bereits seit längerer Zeit mit Daimler in Asien zusammen. In vielen asiatischen Ländern, wie auch Kambodscha, ist LSH für den Vertrieb von Daimler zuständig.

Kommentare

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  1. halbe Wahrheit ist Unwahrheit sagt:

    Es hätte eher lauten müssen:

    Daimler zieht die Notbremse.
    VW, Audi und BMW werden folgen.
    Alternativlos.

  2. Volker K. sagt:

    Da sieht man, wie die Kaufkraft im Osten prosperiert. Und in 20 Jahren
    tanzen wir – auch die Bayern – zur Belustigung der Chinesen in Lederhöschen
    auf den Tischen.