Smartphone-Shopping boomt in Österreich

Die Zahl der Österreicher, die mit ihrem Smartphone shoppen hat innerhalb des vergangenen Jahres energisch zugenommen. Vor allem bei den Jüngeren ist das Smartphone begehrt. Doch der Wachstumsmarkt ist groß. Die Generation 50 Plus entdeckt immer mehr den Online-Einkauf, da ist das Nutzen von Smartphones zum Einkaufen nicht weit.

Nicht nur im gesellschaftlichen Bereich erringt das Smartphone eine immer größere Bedeutung. Auch das Shoppingverhalten ändert sich, immer häufiger wird das Smartphone genutzt, um einzukaufen. In der Zeit zwischen Mai 2014 und April 2015 ist die Zahl der Österreicher, die schon einmal über ihr Smartphone eingekauft haben, auf 14 Prozent gestiegen. Ein Jahr zuvor waren es erst neun Prozent.

„Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Smartphone-ShopperInnen damit um +60 % auf 1 Million Österreicher gestiegen“, heißt es in der aktuellen Studie zum „Konsumentenverhalten im Distanzhandel 2015“ des Handelsverbandes. Mit etwa 350 Millionen Euro sind die Smartphoneausgaben innerhalb nur eines Jahres um 40 Prozent beziehungsweise 100 Millionen Euro gestiegen. Im Non-Food-Bereich werden via Smartphone bereits 16 Prozent der Distanzhandelsausgaben registriert. „Bereits heute wird jeder sechste Euro online ausgegeben, bei Textilien jeder fünfte, bei Bücher und Elektronik sogar jeder dritte!“

Das Wachstumspotential in diesem Bereich ist sehr groß. Viele Dienstleister stellen mittlerweile ihren Kunden die Bezahlung mit dem Smartphone in Aussicht, das Smartphone ist ständiger Begleiter und schneller zur Hand als so manche Karte. Umso wichtiger íst es, das Angebot der mobilen Websites zu verbessern. Viele Unternehmen setzen weiterhin auf ihren normalen Internetauftritt und haben sich noch nicht daran gemacht, eine Version fürs Smartphone zur Verfügung zu stellen. Ein Service, der sich jedoch lohnen würde. Immerhin besitzen 55 Prozent der österreichischen Bevölkerung 2015 ein Smartphone. 2012 waren es erst 35 Prozent.

Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass bisher überwiegend die jüngere Bevölkerung mit ihren Smartphones einkauft (31 %). Bei den 30 bis 39-Jährigen sind es 24 Prozent – 6 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr.  In den kommenden Jahren werden aber auch die älteren Generationen nachziehen. Die Generation 50+ interessiert sich nämlich zunehmend auch für den Online-Einkauf. Die Generation 50+ wird immer technologieaffiner und erkennt zunehmend die Vorteile, die das digitale Zeitalter mit sich bringt“, so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands, „Durch kreative Lösungen entlang der letzten Zustellmeile besteht bei dieser Altersgruppe noch hohes Wachstumspotential“.

Im Jahresvergleich ist die Zahl der Onlinekäufer im Alter von 50 bis 59 Jahren von 58 Prozent auf 65 Prozent gestiegen. Sogar bei den über 60-Jährigen kaufen inzwischen mehr Personen im Internet ein als über den postalischen Weg. Dieser Zuwachs spiegelt sich auch in den Umsatzzahlen wieder. Insgesamt kletterte der Umsatz im Onlinehandel auf ein Rekordhoch von 7,1 Milliarden Euro. Insgesamt stiegen die Ausgaben im Distanzhandel um 200 Millionen Euro. Damit lagen die durchschnittlichen Ausgaben pro Käufer bei 1.450 Euro pro Jahr. Mittlerweile fließen elf Prozent der Einzelhandelsausgaben in den Distanzhandel.

Eine Studie von PayPal und Ipsos vom Februar zeigte, dass weltweit der Bereich des Mobilen (Smartphone) Einkaufs drei Mal so schnell wächst wie der Online-Einkauf. Zwischen 2013 und 2016 wird mit einer jährlichen Wachstumsrate von 42 Prozent für das mobile Shopping gerechnet. Beim Online-Shopping erwarten die Wissenschaftler „nur“ eine jährliche Wachstumsrate von 13 Prozent.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.