Dänemark: Opposition um Rasmussen gewinnt Parlamentswahl

Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt hat eine Wahlniederlage erlitten. Sie gab kurz nach der Wahl bekannt, ihren Vorsitz bei den Sozialdemokraten niederzulegen. Die nationalistische Dänische Volkspartei des Landes ging als Gewinner des Abends bei den Parlamentswahlen hervor.

Am Donnerstag haben die Parlamentswahlen in Dänemark für eine Überraschung gesorgt. Die ausländerfeindliche Dänische Volkspartei von Kristian Thulesen Dahl wurde mit 21,1 Prozent zweitgrößte Partei. Die Venstre-Partei des ehemaligen Ministerpräsidenten Løkke Rasmussen musste herbe Verluste hinnehmen, kann aber regieren. Mit 19,5 Prozent der Stimmen landete sie noch hinter der Dänischen Volkspartei und den Sozialdemokraten von Helle Thorning-Schmidt.

Die Sozialdemokraten konnten zwar einen leichten Zuwachs auf 26,3 Prozent der Stimmen verzeichnen, können aber aufgrund der Stärke des Mitte-Rechts-Blocks von der Dänischen Volkspartei und der Venstre-Partei nicht weiter regieren. Løkke Rasmussens Bündnis kommt auf 90 der insgesamt 179 Parlamentssitze, Thorning-Schmidts Bündnis lediglich auf 85 Sitze.

Der enttäuschende Ausgang der Wahl, zumindest mit Blick auf das nicht mehr regierungsfähige Bündnis der Ministerpräsidentin hat bereits personelle Folgen nach sich gezogen. Noch am Donnerstagabend kündigte Thorning-Schmidt an, ihren Sitz als Chefin der Sozialdemokraten abzugeben.

Aufgrund der Mehrheit des Mitte-Rechtsbündnisses wird aller Voraussicht nach Løkke Rasmussen den Posten als neuer Regierungschef übernehmen. Rasmussen war von 2009 bis 2011 Ministerpräsident Dänemarks. Thorning-Schmidt löste Rasmussen 2011 als erste Frau an der Spitze einer dänischen Regierung ab.

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