Wegen Mindestlohn: Bauernverband rechnet mit schlechtem Jahr

Der Bauernverband rechnet mit einem schlechten Geschäftsjahr. Ausschlaggebend soll die Einführung des Mindestlohns für Erntehelfer sein. „Wir haben mit deutlich höheren Arbeitskosten zu kämpfen“, so Bauernpräsident Joachim Rukwied.

Der Bauernverband geht wegen des neu geschaffenen Mindestlohns für Erntehelfer von keinem guten Jahr für die Landwirte aus. „Der Mindestlohn belastet die Betriebe erheblich“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied den Ruhr Nachrichten vom Samstag. „Wir haben mit deutlich höheren Arbeitskosten zu kämpfen.“ Dazu komme die Bürokratie etwa wegen der Dokumentationspflichten für die Löhne. Dieser bürokratische Aufwand müsse reduziert werden, darüber sei er im Gespräch mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD).
Zusätzlich habe auch das Wetter die Betriebe belastet. Erdbeer- und Spargelernte seien bei geringeren Preise für die Produkte schwächer als im Vorjahr ausgefallen. Die Ernten seien auch für andere Feldfrüchte aber regional sehr unterschiedlich gewesen. „Unterm Strich rechnen wir in diesem Jahr mit einer unterdurchschnittlichen Ernte“, sagte er.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Volker K. sagt:

    Eine Wirtschaft, welche (angeblich) nicht mehr in der Lage
    ist, den Mehrwert schaffenden ein Auskommen zu bieten
    und nur Armut erzeugt, gehört abgeschafft, denn offenbar ist
    eine solche Wirtschaft nicht wettbewerbsfähig.

    Das Wetter ist in der Risikovorsorge der Landwirte stets mit
    eingepreist. Dieses Risiko wird durch entsprechende Festpreis-
    vereinbarungen „versichert“.

    Könnte es denn auch sein, daß die geringeren Preise für die
    landwirtschaftlichen Produkte trotz schlechterer Ernte auch
    so rein zufällig mit der klugen Sanktionspolitik der Regierung
    zu tun haben?
    Irgendwohin müssen schließlich zum Beispiel die Polen auch Ihre
    „plötzliche“ Überproduktion drücken.

    Wer sich selbst in den Wertesten tritt, sollte auch nicht jammern:
    „Ich erwarte schon von einem EU-Mitgliedsstaat, dass er die
    außenpolitische Linie der EU zu hundert Prozent mitträgt, sagte
    der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied“