Spielwaren: Fachhandel spürt Druck von Internet und Discountern

Der Spielwarenhandel konnte im vergangenen Jahr erneut zunehmen. Fachhandel und Fachmärkte teilen sich fast die Hälfte der Marktanteile. Doch die Konkurrenz aus dem Internet und dem eigentlichen Lebensmittelgeschäft schläft nicht. Online-Händler und Discounter setzen immer mehr um.

Die Spielwarenbranche verzeichnete 2014 ein Plus von 6,8 Prozent. Dabei machte der Fachhandel  zusammen mit den Fachmärkten mit 48 Prozent noch immer fast die Hälfte des Umsatzes aus. Der kleinbetriebliche Fachhandel hält 26,4 Prozent des Gesamtumsatzes mit Spielwaren. Kleine Einbußen gab es dem „Branchenfokus Spielwaren 2015“ des Instituts für Handelsforschung IFH allerdings.

Die Konkurrenz ist schon zu spüren. Die reinen Online-Händler besetzen mittlerweile 13,3 Prozent des Marktes. Das entspricht einer Steigerung von fast zehn Prozent seit 2008. Hier werden wie auch in den Textil- und Elektronikbrachen die Anteile am Markt auch in den kommenden Jahren weiter steigen, so das IFH.

Und während die Lebensmitteleinzelhändler die Konkurrenz für den Lebensmittelverkauf aus dem Onlinehandel spüren, machen sie selbst mittlerweile anderen Fachhändlern in anderen Branchen Konkurrenz. Bei den Spielwaren konnten Lebensmitteleinzelhändler, wie Supermärkte, Discounter und SB-Warenhäuser Marktanteile gewinnen. „So wird die Frequenz junger Eltern von klassischen Supermärkten und Discountern immer häufiger genutzt, um Spielwaren anzubieten“, heißt es von Seiten des IFH.

Insgesamt lag das Umsatzvolumen für Spielwaren (Videospiele inbegriffen) im vergangenen Jahr bei 7,7 Milliarden Euro. Videospiele und alles rund um Online-Spiele sind gefragt, aber auch die traditionellen Brettspiele, Puzzles oder Baukastensysteme halten sich am Markt.

Die Ravensburger Gruppe beispielsweise konnte ihren Umsatz erneut um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern: auf 373,2 Millionen Euro. Der zunehmende Einsatz von Technik lässt dabei die Grenzen hinsichtlich des Alters der Spielwarennutzer ineinanderfließen.

2014 wurden in Deutschland Spielwaren im Wert von 1,58 Milliarden Euro produziert, so das Statistische Bundesamt. Hier machte Spielzeug aus Kunststoffe den höchsten Anteil am Produktionswert aus (27,7 %).

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