Schuler übernimmt Pressen-Hersteller aus China

Mit 52 Prozent wird die schwäbische Firma Schuler Mehrheitseigner des chinesischen Pressen- und Werkzeugmaschinenbauers Yadon. Schuler gehört zur Andritz Group und will sich mit dem Joint Venture den Zugang zum asiatischen Markt erleichtern.

Die schwäbische Andritz -Tochter Schuler hat die Mehrheit am chinesischen Pressen- und Werkzeugmaschinenbauer Yadon übernommen. Der Vertrag zum Kauf eines 51-prozentigen Anteils sei unterschrieben worden, zudem bestehe die Option die Beteiligung weiter zu erhöhen, teilte Schuler am Dienstag mit. Über den Kaufpreis, den die Schwaben aus eigenen Mitteln finanzieren, sei Stillschweigen vereinbart worden.

Man stärke damit „seine Position auf dem weltweit wichtigsten Wachstumsmarkt für Werkzeugmaschinen“, so Schuler. „China ist unser wachstumsstärkster Absatzmarkt und es ist der größte Pressenmarkt weltweit. Mit der Beteiligung an Yadon erhalten wir Zugang zu einer großen chinesischen Kundengruppe, die wir bisher nicht bedient haben“, sagte Stefan Klebert.

Yadon erzielte nach Angaben von Schuler 2014 einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro und beschäftigt an drei Standorten in China etwa 1100 Mitarbeiter. Die Produkte von Yadon werden in der Automobil-, Haushalts- und Metall verarbeitenden Industrie eingesetzt. Schuler, der weltweit größte Hersteller von Pressen, erhofft sich von der Übernahme einen besseren Zugang zum Pressenmarkt in China. Die Unternehmen ist dort schon seit mehr als 20 Jahren aktiv und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter.

Andritz war vor drei Jahren bei Schuler eingestiegen und hatte den Anteil an dem Metallpressenhersteller in mehreren Schritten ausgebaut. Vor gut einem Jahr hatten die Österreicher die in Göppingen ansässige Schuler von der Börse genommen.

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