Immobilien-Markt: Adler Real Estate kauft Konkurrenten

Mehr als 400 Millionen Euro hat Adler Real Estate für die Anteile am Wohnungskonzern Westgrund gezahlt. Damit rückt das Unternehmen auf Rang fünf der größten Wohnungsunternehmen Deutschlands. Aber auch LEG Immobilien setzt auf Expansion. Der Konzern kauft 3.500 Wohnungen.

Der deutsche Immobilienmarkt ist in Bewegung gekommen. Zwei große Konzerne haben mit Zukäufen ihr Portfolio deutlich erweitert. Der Konzern Adler Real Estate hat seinen Konkurrenten Westgrund gekauft. 94,9 Prozent der Westgrund-Aktionäre hatten dem Kauf für mehr als 400 Millionen Euro zugestimmt. Adler zahlte 224 Millionen Euro in bar und gab den Westgrund-Anteilseignern neue Aktien im Marktwert von 185 Millionen Euro.

Mit über 15.000 Wohnungen ist Adler Real Estate nun der fünftgrößte Wohnungskonzern in Deutschland. „Zusammen mit der WESTGRUND AG erreichen wir nun eine respektable Größenordnung, mit der wir auch weitere Wachstumsschritte unternehmen können“, sagt Axel Harloff  von Adler Real Estate. „Außerdem bietet der größere Konzern eine ganze Reihe von Chancen, Synergien freisetzen zu können.“ Sowohl Adler Real Estate als auch Westgrund hätten nahezu deckungsgleiche Geschäftsmodelle und Strategien und verfolgen das Ziel, ihren Wohnimmobilienbestand in Deutschland weiter aufzubauen. Dieser befindet sich meist in B- und Randlagen deutscher Ballungsgebiete.

Darüber hinaus hat es in Deutschland aber noch einen weiteren Immobilien-Deal gegeben. Der Immobilienkonzern LEG hat angekündigt, 3.500 Wohnungen in seiner Kernregion NRW kaufen zu wollen. „Die akquirierten Wohneinheiten stellen eine ideale Ergänzung des Bestandsportfolios der LEG dar“, so der Konzern in einer Mitteilung.

225 Millionen Euro sollen die neuen Wohneinheiten kosten. Das entspreche einer jährlichen Kaltmiete von etwa 14,2 Millionen Euro. Zu einem Drittel sollen diese über eine Kapitalerhöhung. Bereits am Dienstag konnte der Konzern 1,2 Millionen neue Aktien im Wert von 73,6 Millionen Euro  ausgeben. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Pipeline gehen wir davon aus, dass wir unser Akquisitionsziel von mindestens 5000 Einheiten 2015 erneut übertreffen werden“, sagte ELG-Vorstandschef Thomas Hegel.

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