Kartellamt: Verdacht auf Absprachen in der Textilbranche

Die Düsseldorfer Zentrale von Peek & Cloppenburg soll durchsucht worden sein. Das Kartellamt spricht von dem Verdacht der Preisabsprache. Mögliche Beweismittel sollen gesichert werden.

Das Bundeskartellamt geht dem Verdacht illegaler Absprachen in der Textilbranche nach. Die Kartellwächter durchsuchten einem Sprecher zufolge Büroräume eines Textileinzelhändlers. Dabei sei es um die Sicherung von Beweismitteln gegangen, die die Vorwürfe bestätigen oder entkräften könnten, sagte der Sprecher am Donnerstag.

Nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ wurde die Zentrale der Düsseldorfer Textilkette Peek & Cloppenburg durchsucht. Von dem Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der Zeitung zufolge habe es aber keine Razzia bei der Lieferfirma als möglicher Partner der Absprache gegeben.

Dem Kartellamt zufolge gingen die Beamten dem Verdacht einer „vertikalen Preisbindung“ nach. Damit könnten auch Textilhersteller mit im Verdacht stehen, Absprachen mit Händlern über ihre Produkte getroffen zu haben. Der Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Durchsuchungen des Bundeskartellamtes erfolgen regelmäßig auf der Basis eines gerichtlichen Durchsuchungsbeschlusses. Dieser setzt einen Anfangsverdacht für einen Kartellrechtsverstoß voraus. Bis zum Abschluss eines Verfahrens gilt aber die Unschuldsvermutung.

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