Wärme made in Austria: Pellet-Export verdreifacht sich

Die Exporte von Holzpellets sind in den ersten drei Monaten des Jahres um 37 Prozent gestiegen. Die Produktion liegt mittlerweile bei rund 1,5 Millionen Tonnen. Auch in Österreich selbst wird mittlerweile viel mit Pellets geheizt.

Die Holzwirtschaft spielt in Österreich eine große Rolle. Doch die Produktkette verlagert sich langsam. So sind in den ersten drei Monaten die Pellet-Exporte auf 90.100 Tonnen gestiegen. Das entspricht einem Plus von 37 Prozent. „Die Investitionen in die neuen Produktionsanlagen für Pellets in Österreich machen sich bezahlt“, sagt Christian Rakos von proPellets Austria mit Verweis auf die neuesten Daten des Statistikamtes.

Mittlerweile werden in Österreich 945.000 Tonnen Pellets produziert – vor vier Jahren waren es noch 800.000. Doch mit fast 1,5 Millionen Tonnen liegt die Produktionskapazität noch deutlich höher. Größter ausländischer Abnehmer der Pellets ist Italien. Aber auch  Deutschland und die Schweiz sind große Abnehmer.

Doch nicht nur der Export der Pellets ist ein gutes Geschäft für die Industrie. Die Österreicher selbst setzen vermehrt auf Pellets zum Heizen. 810.000 Tonnen verbrauchten Haushalte und Betriebe im vergangenen Jahr. Schon 2013 hatten Pellets, Holzbriketts und Hackschnitzel fünf Prozent am Gesamtenergieverbrauch der Haushalte ausgemacht, so Statistik Austria. Kohle liegt nur mehr bei 0,5 Prozent. Im Jahr 200 lag der Anteil der Pellets etc. noch bei 1,5 Prozent und der der Kohle bei 3,5 Prozent.

Das liegt aber auch daran, dass der österreichische Staat die Förderungen für diese Art der Heizungsanlage noch einmal erhöht hat. Für eine Neuanlage beispielsweise erhält man mittlerweile bis zu 2.300 Euro Förderung, so die Landesregierung von Oberösterreich. Für die Umstellung einer alten Biomasseheizanlage wie Öl, Gas oder Kohle kann man eine Förderung von bis 2.800 Euro erhalten.

„Bei gemeinschaftlichen Biomasseheizanlagen und zentralen Heizanlagen bei MietkaufReihenhäusern beträgt die Förderintensität 25 % und die Beihilfenobergrenze kann je nach Anzahl der am Projekt beteiligten Wohnobjekte bzw. Förderungswerbern angehoben werden,“ so die Landesregierung. Ziel der Förderung sei es, mehr Einrichtungen und Anlagen zru Versärkten Nutzung erneuerbarer Energieträger zu schaffen.

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