Hellas-Pleite würde erst später auf Deutschland durchschlagen

Eine Staatspleite Griechenlands hätte nach Angaben aus der Bundesregierung kaum akute Folgen für den Haushalt. Künftige Zahlungsausfälle würden den Bundeshaushalt gestreckt über viele Jahre belasten. Die Rückzahlung der Kredite beginnt im Jahr 2020.

Vor 2020 seien ohnehin keine Kreditrückzahlungen an Deutschland vorgesehen, sagten Regierungsvertreter am Freitag. Mit der Rückzahlung der von Deutschland verbürgten Darlehen des Euro-Rettungsschirms EFSF müssen die Griechen erst 2023 beginnen. Sollte es künftig zu Zahlungsausfällen kommen, würden diese nicht auf einen Schlag den Bundeshaushalt belasten, sondern gestreckt über viele Jahre. Im Rahmen des ersten und des zweiten Austeritäts-Pakets bürgt der Bund für gut 53 Milliarden Euro.

„Wir haben aktuell kein Haushaltsrisiko, das uns von der schwarzen Null abhalten würde“, so Regierungsvertreter am Freitag. Die Darstellung einiger Experten, bei einer griechischen Pleite müssten alle Kredite sofort abgeschrieben werden, sei „Unsinn“. Die Planung der Bundesregierung sieht vor, ihren Etat bis 2019 ohne neue Kredite zu finanzieren.

Am ersten Austeritäts-Paket von 2010 war Deutschland mit 15,2 Milliarden Euro beteiligt. Diese bilateralen Darlehen wurden über die Staatsbank KfW abgewickelt, aber vom Bund verbürgt. Die Rückzahlung dieser Kredite beginnt 2020 und läuft bis 2041. Beim zweiten Austeritäts-Paket des EFSF steht Deutschland für 38,5 Milliarden Euro gerade. Hier beginnt die Rückzahlung 2023. Die letzte Rate muss Griechenland 2057 bezahlen.

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  1. Zauberlehrling sagt:

    Die Rückzahlung der Kredite beginnt nie weil solche Schulden nicht
    werthaltig sein können.
    Anderes ist nur Geschwätz, liebe DMN