Deutsches Investitionspaket hätte kaum Effekte auf EU

Ein Investitionsprogramm in Deutschland hätte einer Regierungsstudie zufolge kaum Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum im übrigen Euro-Raum. Die Erwartungen an Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Forschung dürften nicht zu hoch gesteckt werden. Einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Wirtschaftsleistung in anderen Euroländern liefern sie kaum.

Die Übertragungseffekte auf die anderen Staaten fielen eher gering aus, schreibt das Wirtschaftsministerium in einem Papier, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Die Studie soll Ende kommender Woche vorgestellt werden.

Hintergrund der Untersuchung ist die Empfehlung der EU-Kommission an Deutschland, die öffentlichen Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Forschung zu erhöhen, um so auch das Wachstum in anderen Staaten der Währungsunion zu stärken. Nach Ansicht des Ressorts von Vizekanzler Sigmar Gabriel zeigte die Studie jedoch, dass derlei Erwartungen nicht zu hoch gesteckt werden dürften.

Angenommen wird eine Ausweitung öffentlicher Investitionen in Deutschland in den Jahren 2015 bis 2018 um je ein Prozent im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt. Die Übertragungseffekte auf das BIP des restlichen Euroraums fallen demnach mit 0,1 Prozent im Jahresdurchschnitt zwar positiv, aber gering aus. In Deutschland würde die Wirtschaftsleistung insgesamt um ein halbes bis ein Prozent steigen. Es zeige sich, dass die Effekte „keinen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Wirtschaftsleistung in anderen Euroländern liefern können“.

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