Konzerne fordern 800 Mio Euro für Aus von Kohlemeilern

Die schrittweise Abschaltung von Braunkohlemeilern verbunden mit einer Entschädigung für Stromkonzerne könnte Stromkunden oder Steuerzahler rund 800 Millionen Euro kosten. Die Maßnahme gilt als Alternative für die ursprünglich geplante Kohleabgabe für die Unternehmen. Welcher Weg letztlich eingeschlagen wird, ist allerdings noch offen.

Diese Summe komme zustande, weil die Unternehmen eine Entlastung von 300 Euro pro Kilowatt jährlich forderten, berichtete der „Spiegel“ am Samstag. Die Gesamtleistung der betroffenen Kraftwerke betrage 2,7 Gigawatt.

Die schrittweise Abschaltung von Kohlekraftwerken, die von Nordrhein-Westfalen und der Gewerkschaft IG BCE vorgeschlagen worden war, gilt als Alternative für die ursprünglich geplante Kohleabgabe für die Unternehmen. Aber auch dieser Vorschlag von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel liegt weiter auf dem Tisch, wie eine Ressortsprecherin sagte. Die Koalition will am Dienstag über das Thema beraten.

Hintergrund der Debatte ist das Ziel der Bundesregierung, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu verringern. Um das Ziel zu erreichen, soll die Energiebranche zusätzlich 22 Millionen Tonnen bis 2020 einsparen.

Kommentare

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  1. Rudolf Steinmetz sagt:

    Diese ganze Kohle-Debatte zielt auf die Zerstörung einer einheimischen Energiebasis ab, einer Schurkerei, an der die Strom-Riesen eifrig mitgewirkt haben. Tatsächlich ist etwa eine moderne Kohleheizung günstiger und weitaus krisenstabiler als Öl oder Gas, siehe „Stefan Doliwa, Steinkohle – verkannte Energiealternative und Beitrag zur autarken Krisenvorsorge“: https://www.youtube.com/watch?v=70y3uVfNJlE

  2. ralph hirnrabe sagt:

    Lass es doch einfach dem Dt. Michel zahlen. Wir sind so reich. Bevor die Kohleindustrie Arbeitsplätze ins Ausland verfrachtet, weil sie hier wegen der Abgabe nicht mehr überlebensfähig sind?
    Sicherlich wird diesmal die SPD die Briefe schreiben, woraus danach dann Klagen der Braunkohleindustrie abgeleitet werden können