Allianz kauft Windparks in Österreich

Der Versicherer Allianz kauft rund um Wien vier Windparks und steigert damit seine Anzahl an Windparks auf 54. Die Investition in Erneuerbare Energie bietet dem Konzern zufolge eine sehr gute Möglichkeit, die Niedrigzinsen bei Staatsanleihen auszugleichen.

Die Allianz investiert erstmals auch in Österreich in Windräder, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Münchener Versicherungskonzern kauft vier Windparks rund um die Hauptstadt Wien. Zwei davon wurden vor kurzem fertiggestellt, die anderen beiden sollen 2016 ans Netz gehen sollen. Die 21 Turbinen können 65 Megawatt Strom erzeugen. Gebaut hatte die Anlagen der österreichische Windparkbetreiber ImWind, der sie im Auftrag der Allianz auch betreiben soll.

„Investments in Erneuerbare Energien passen sehr gut zum langfristigen Geschäftsmodell eines Versicherers“, sagte Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland. Aus der Kapitalanlage in Wind- und Solarparks würden sich Vorteile gleich in mehrfacher Hinsicht ergeben. „Im Sinne unserer Kunden diversifizieren wir die angelegten Gelder. Wir können mit solchen Investments das extrem niedrige Zinsniveau zumindest ein Stück weit ausgleichen und leisten zudem noch einen Beitrag zur Energiewende.“ Dem Leiter für Erneuerbare Energien, David Jones, zufolge liegt die durchschnittliche Rendite am Markt bei etwa fünf bis sechs Prozent.

Insgesamt hat die Allianz damit nach eigenen Angaben mehr als 2,5 Milliarden Euro in sieben Solar- und 54 Windparks in Deutschland, Frankreich, Schweden, Italien und Österreich investiert. „Die Anlagen erzeugen ausreichend Energie für eine Stadt der Größe Münchens“, so die Allianz.

Alle Versicherer suchen händeringend nach stabilen Anlagemöglichkeiten, die mehr Rendite abwerfen als Staatsanleihen. Besonders begehrt sind dabei Infrastrukturprojekte. Mittlerweile ist die Allianz nach eigenen Angaben einer der größten Finanzinvestoren in Erneuerbare Energien in Europa. 350 Millionen Euro sollen künftig in Wind- und Solarparks pro Jahr investiert werden.

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  1. Thomas sagt:

    Nachdem das letzte Grundlastkraftwerk abgeschaltet wurde, wird man erkennen, daß mit den Windmühlen ohne vorhandene Speicher kein stabiles Netz gewährleistet werden kann. Ich bin gespannt, ob der Steuerzahler dann auch für diese Verluste gerade steht.