Hafen Wien mit Rekordergebnis

Österreichs Häfen spüren die rückläufigen Container-Umschläge noch nicht in voller Gänze. Der Wiener Hafen und der Linzer Hafen konnten ihr Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit deutlich steigern.

Als „erstklassige nationale und internationale Logistik-Drehscheibe“ bietet der Wiener Hafen „exzellente Verbindungen für den Güterumschlag auf dem Wasser, der Schiene und der Straße“, sagte die Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Renate Bauer mit Blick auf die Ergebnisse des Wieder Hafens. Mit einem Umsatz von 53,6 Millionen Euro konnte die Hafen Wien-Gruppe sich um 1,3 Prozent steigern.

Insgesamt hat die Hafen Wien-Gruppe im vergangenen Jahr 7,7 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Die 310 Mitarbeiter der Gruppe steigerten das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT)  um 23 Prozent auf zehn Millionen Euro. Der Umfang des Containerumschlags blieb in etwa konstant bei 480.000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit).

„Ich freue mich über das ausgezeichnete Ergebnis, das die Wiener Hafen-Gruppe vorgelegt hat“, so Renate Brauner. „Ich sehe das auch als eine Bestätigung für unseren Weg, durch gezielte Investitionen die Wirtschaft auch in schwierigen Zeiten zu stärken.“ Während im vergangenen Jahr 8,7 Millionen Euro Jahr in die Hafeninfrastruktur gesteckt wurden, sollen in diesem Jahr noch einmal 10 Millionen Euro investiert werden. Geplant sei, neue Betriebsflächen durch die Landgewinnung im Hafen Freudenau zu erschließen.

Der Linzer Hafen konnte indes 2014 seinen Containerumschlag um 6,3 Prozent steigern. Er lag aber mit 208.317 TEU deutlich unter dem Wert des Wiener Hafens. Das Ergebnis  (EGT) kletterte auf 4,7 Millionen Euro: ein Plus von 20,4 Prozent. „Durch umfangreiche Investitionen in den letzten Jahren konnte er zu einem wirtschaftlichen Hotspot ausgebaut werden“, sagte Erich Haider von der LINZ AG. „Die positive Entwicklung wie z.B. Rekordwerte beim Containerumschlag im aktuellen Geschäftsjahr bestätigen den von der LINZ AG eingeschlagenen Weg“. Im März 2015 wurde sogar der höchste Monatsumschlag verzeichnet.

Für Studie über die Steigerung der Kapazitäten konnte der Linzer Hafen Ende des vergangenen Jahres EU-Fördergelder für sich gewinnen. Um die 850.000 Euro fließen dafür über das TEN-T-Programm der EU. „Die Projektvorbereitungen für den Masterplan Hafen Linz laufen auf Hochtouren“, heißt es von Seiten des Hafens.

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