EU verhängt Strafzölle auf Aluminiumfolie aus Russland

Die EU verhängt einen Strafzoll auf Aluminiumfolie aus Russland. Eine Untersuchung habe ergeben, dass das Produkt zu billig verkauft worden sei. Die Anti-Dumping-Abgabe beträgt nun 12,2 Prozent.

Bereits im Oktober des vergangen Jahres hatte die EU eine Anti-Dumping-Untersuchung zu bestimmten Aluminiumfolien aus Russland eingeleitet. Das Ergebnis: „Auf der Grundlage der Schlussfolgerungen der Kommission zu Dumping, Schädigung, Schadensursache und Unionsinteresse sollten vorläufige Maßnahmen eingeführt werden, um eine weitere Schädigung des Wirtschaftszweigs der Union durch die gedumpten Einfuhren zu verhindern“, heißt es im aktuellen Amtsblatt der EU.

Deswegen werde Alufolie aus Russland mit einer vorläufigen Anti-Dumping-Abgabe von 12,2 Prozent belegt. Die Folie wird ausschließlich von Rusal, dem weltgrößten Aluminiumproduzenten, hergestellt. Die Abgabe soll zunächst für sechs Monate bis zum Abschluss der EU-Überprüfung gelten:

„Es wird ein vorläufiger Antidumpingzoll eingeführt auf die Einfuhren von Folien aus Aluminium mit einer Dicke von 0,008 bis 0,018 mm, ohne Unterlage, nur gewalzt, in Rollen mit einer Breite von 650 mm oder weniger und einem Stückgewicht von mehr als 10 kg, die derzeit unter dem KN-Code ex 7607 11 19 (TARIC-Code 7607111910) eingereiht werden, mit Ursprung in Russland.“

Diese könnte in dauerhafte Strafzölle münden, die normalerweise fünf Jahre lang verhängt werden. Die EU-Kommission hatte die Untersuchung im Oktober nach einer Beschwerde von europäischen Aluminiumherstellern eingeleitet.

Der Aluminiummarkt leidet unter einem Überangebot auch aus China, wodurch die Preise gedrückt werden. Das Verhältnis der EU zu Russland ist wegen der Ukraine-Krise bereits angeschlagen.

Kommentare

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  1. SELL sagt:

    Wie sollen Dumpingpreise (ohne andere Anbieter) möglich sein, wenn:
    ZITAT: „Die Folie wird AUSSCHIEßLICH von Rusal, dem weltgrößten Aluminiumproduzenten, hergestellt.“
    Es stinkt nach politischen Sanktion von Deutschland, und nach Vasallen- Dienst für die USA.

  2. doof lernt nichts sagt:

    Flüssiger als Flüssig ist ?
    Überflüssig.

  3. euro-befürworter sagt:

    Verstehe das Theater nicht. Dumping macht doch China jahrelang. Mit deutschem Geld wird in Polen und Rumänien schon jahrzehntelang die Möbelindustrie gefördert, damit hier der Rest schliessen darf. Die deutsche Wirtschaft hat sich darüber noch nie aufgeregt und macht fleissig mit z.B. in der Autoindustrie. Aber vielleicht dreht wieder der „große Neider“ an den Schrauben damit alles teurer wird und wir bald noch weiter nach hinten rutschen dürfen. Verstehe nicht mehr, wieso unsere Industriechefs diesen Mist mit machen, ist mir vollkommen unklar.