Fraport verkauft Mehrheit von Frachttochter

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport verkauft die Mehrheit an seiner Frachtabfertigungstochter. Eine Minderheit will Fraport aber weiterhin halten. Im Herbste dieses Jahres soll der Verkauf abgeschlossen sein.

Fraport hat am Mittwoch angekündigt, die Beteiligung an der Frachtabfertigungstochter zu verringern. Den Zuschlag für 51 Prozent an FCS habe die ebenfalls auf Flughafendienstleistungen spezialisierte Firma WFS erhalten, teilte Fraport am Mittwoch mit. Mit dem Schritt solle die Fraport-Tochter mit gut 600 Mitarbeitern stärker im Ausland Fuß fassen. Der Anteilsverkauf soll voraussichtlich bis September 2015 vollzogen werden.

Fraport bleibe an dem Unternehmen, das am größten deutschen Flughafen im Jahr 450.000 Tonnen Fracht verlädt, mit einer Minderheit beteiligt. Angaben zum Kaufpreis machten beide Unternehmen nicht. WFS setzt mit 14.000 Beschäftigten 700 Millionen Euro jährlich um.

„Gemeinsames Ziel ist es, das Geschäftsmodell der FCS verstärkt international aufzustellen und im zunehmend wettbewerbsintensiveren Umfeld der Frachtabfertigung nachhaltig erfolgreich weiterzuentwickeln und damit den Frachtstandort Frankfurt zu stärken“, hieß es von Seiten Fraports. Man bleibe mit 49 Prozent maßgeblicher Anteilseigner und behält dadurch auch in Zukunft eine wesentliche Rolle in der Unternehmensführung der FCS. „Über die Höhe des Vertragsabschlusses haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.“

„Das Frachtgeschäft bleibt auch in Zukunft ein grundlegender Bestandteil unseres Geschäftsmodells“, sagte Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. Der Flughafen Frankfurt sei der mit Abstand interessanteste Luftfrachtstandort in Europa.

„Dies ist eine bedeutende Transaktion, die unser gemeinsames Unternehmen als führenden Frachtabfertiger an einem der bedeutendsten Cargo-Hubs der Welt aufstellen wird“, sagte Olivier Bijaoui, Vorstandsvorsitzender der WFS. Deutschland, als größte Volkswirtschaft in Europa, hat einen besonderen Stellenwert in unserer Wachstumsstrategie.“

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.