Berichte: Huber bleibt bis Jahresende VW-Aufsichtsratschef

Der frühere IG-Metall-Chef Berthold Huber bleibt offenbar länger als geplant Aufsichtsratsvorsitzender von Volkswagen. Die Suche nach einem Top-Manager, der die Lücke von Vorgänger Piech ausfüllen könne, ist bislang erfolglos.

Der frühere IG-Metall-Chef Berthold Huber bleibt einem Zeitungsbericht zufolge länger als geplant Aufsichtsratsvorsitzender von Volkswagen. Mindestens bis zum Jahresende werde Huber das oberste Kontrollgremium von Europas größtem Autobauer kommissarisch weiterführen, berichtete Bild am Sonntag unter Berufung auf Unternehmenskreise. Huber steht seit dem Rücktritt von Firmenpatriarch Ferdinand Piech im April an der Spitze des Aufsichtsrats. VW lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Suche nach einem Top-Manager, der die Lücke von Piech ausfüllen könne, sei bislang erfolglos, berichtete die Zeitung weiter. Den Familien Porsche und Piech gehört die Mehrheit der VW-Anteile. Der Sprecher der Porsche-Familie, Wolfgang Porsche, der bereits im Aufsichtsrat sitzt, hätte wohl den ersten Zugriff auf den Chefposten gehabt. Doch der Zeitung zufolge teilte er kürzlich den Eigentümer-Familien mit, dass er nicht für das Amt zur Verfügung stehe. Nach der Absage gelte sein Neffe Ferdinand Oliver Porsche als Kandidat. Als weiterer Anwärter wird Vorstandschef Martin Winterkorn gehandelt.

Der mächtige Betriebsratschef Bernd Osterloh soll laut Süddeutscher Zeitung nicht in das Konzernmanagement wechseln. In der Arbeitnehmervertretung gebe es die vorherrschende Meinung, der 58-Jährige sei zurzeit im Betriebsrat besser aufgehoben als im Top-Management des Autobauers, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Wolfsburger Betriebsratskreise. Seit Monaten gibt es Gerüchte, wonach der Gewerkschafter Ende des Jahres den amtierenden VW-Personalvorstand Horst Neumann ablösen könnte, der dann in den Ruhestand geht.

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