Chinas Exporte legen zu

Die chinesischen Exporte legten im Juni um 2,8 Prozent zum Vorjahr zu. Ökonomen hatten nach monatelangen Rückgängen erneut mit einem leichten Minus gerechnet. Lediglich die Ausfuhren in die EU schrumpften. Nach dem Kurssturz an den chinesischen Börsen in den vergangenen Wochen hatten die Sorgen vor einem Wachstumseinbruch zugenommen.

Exportweltmeister Chinas hat sich nach einer mehrmonatigen Durststrecke mit einem Ausfuhrplus zurückgemeldet. Nach drei Monaten mit teils kräftigen Rückgängen legten die Exporte im Juni um 2,8 Prozent zum Vorjahr zu, wie die Zollbehörden am Montag in Peking mitteilten. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem leichten Minus gerechnet. Während die Ausfuhren in die EU schrumpften, zogen sie in die USA und nach Asien an. Investoren werteten die Daten als positives Zeichen für die Wirtschaftsentwicklung. Nach dem Kurssturz an den chinesischen Börsen in den vergangenen Wochen hatten die Sorgen vor einem Wachstumseinbruch zugenommen.

Die Anleger atmeten nun auf: Die Börse in Shanghai zog zu Wochenbeginn um 2,4 Prozent an, nachdem sie zuletzt immer wieder massive Kursverluste verkraften musste. Nun richtet sich der Blick auf Donnerstag, wenn die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal veröffentlicht werden. Viele Experten gehen davon aus, dass die Wirtschaft im Reich im Mitte um 6,9 Prozent gewachsen ist. Diese hoch anmutende Zahl ist für das in den letzten Jahrzehnten sehr schnell gewachsene Schwellenland China jedoch eher durchwachsen. Es wäre das schwächste Plus seit sechs Jahren.

Die Regierung peilt für das gesamte Jahr ein Wachstum von sieben Prozent an und wäre damit in etwa auf Kurs, nachdem diese Zahl im ersten Quartal punktgenau getroffen wurde. „Sollten sich am Donnerstag keine negativen Überraschungen einstellen, könnte dies erneut kurierende Effekte für den geschundenen Aktienmarkt haben“, meint Ökonom Frederik Kunze von der NordLB.

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