IWF erwartet leichtes Wachstum in Deutschland

Das BIP wird in Deutschland genauso stark zulegen wie im Vorjahr, so die IWF-Prognose. Vor allem die Exporteure profitieren vom billigen Euro. Aufgrund des demografischen Wandel gibt es zudem mehr Arbeitsplätze.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) traut der deutschen Wirtschaft vorerst keine großen Sprünge zu. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr mit 1,6 Prozent genauso stark zulegen wie 2014, bekräftigte der Fonds am Mittwoch seine bisherige Prognose. 2016 sollen es 1,7 Prozent sein. „Die derzeit moderate Wachstumsdynamik dürfte anhalten“, erklärte der IWF. Kaufkraftzuwächse der Verbraucher sollten den Konsum beflügeln, während die Exporteure vom billigen Euro profitierten. „Allerdings dürfte das Wachstum mittelfristig vom weiterhin schwachen internationalen Umfeld belastet werden“ hieß es mit Blick auf die maue Weltkonjunktur.

Zudem schlage die zunehmende Alterung der Gesellschaft ab 2020 mehr und mehr durch und verknappe das Angebot an Arbeitskräften – trotz der derzeit rekordhohen Zuwanderung. Der IWF empfiehlt deshalb, Frauen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. So müssten qualitativ hochwertige Einrichtungen für die Kinderbetreuung bereitgestellt werden, vor allem für Schüler. Die Experten raten Deutschland außerdem zu mehr Investitionen, zumal es dafür finanziellen Spielraum gebe. Die Politik solle zugleich die Entwicklung des Immobilienmarktes und der Versicherer im Auge behalten, da durch die anhaltend niedrigen Zinsen die Gefahr von Fehlentwicklungen steige.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.