Einbußen in Osteuropa: Telekom Austria kappt Wachstums-Prognose

Statt des erwarteten Wachstums geht Telekom Austria für 2015 von stagnierenden Erlösen aus. Grund seien Umsatzeinbußen in einigen osteuropäischen Märkten. In Weißrussland mache die Abwertung der Währung Probleme, auch in Bulgarien und Kroatien gäbe es Rückgänge.

Die Telekom Austria nimmt angesichts einer durchwachsenen Bilanz in einigen osteuropäischen Märkten ihre Umsatzprognose zurück. Statt eines Wachstums von zwei Prozent geht das zum Firmenimperium des Milliardärs Carlos Slim gehörende Unternehmen nun von stagnierenden Erlösen aus. Auch im ersten Halbjahr lagen die Umsätze auf dem Vorjahresniveau von 1,94 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstagabend mitteilte. „Trotz des gruppenweit guten Ergebnisses erfordert die unterplanmäßige Entwicklung in Südosteuropa eine leichte Anpassung des Ausblicks für das Gesamtjahr“, erklärte die Telekom. An seiner Dividendenprognose von fünf Cent je Aktie hält das Unternehmen jedoch fest.

Die Telekom Austria ist neben ihrem Heimatmarkt in Teilen Zentral- und Osteuropas vertreten. In Weißrussland verbuchte das Unternehmen angesichts der Abwertung der dortigen Währung Umsatzeinbußen. In Bulgarien und Kroatien führten ein harter Wettbewerb, die maue Konjunktur und eine strengere Regulierung zu einem Rückgang.

Dank einer besseren Entwicklung in Österreich und dem laufenden Sparprogramm steigerte die Telekom jedoch ihr bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) im ersten Halbjahr um gut sieben Prozent auf 665,3 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 171 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr hohe Abschreibungen in Osteuropa zu einem Verlust von 264 Millionen Euro geführt hatten.

Der Milliardär Slim hält über seinen Konzern America Movil 59,7 Prozent an dem österreichischen Unternehmen. Darüber hinaus ist der Staat mit 28,4 Prozent beteiligt. Knapp zwölf Prozent stehen in Streubesitz.

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