Industrie und Gewerkschaft für flexiblere Arbeitszeitmodelle

Die deutsche Industrie und die Gewerkschaft IG Metall fordern flexiblere Arbeitszeiten. „Wir müssen die Flexibilität der Unternehmen im internationalen Wettbewerb erhalten. Es wäre dumm, die Chancen der Digitalisierung durch Überregulierung kaputtzumachen“, so BDI-Chef Ulrich Grillo.

Die deutsche Industrie und die Gewerkschaft IG Metall haben sich für flexiblere Arbeitszeitmodelle ausgesprochen. Arbeit in der Zukunft werde im Vertrauen der Arbeitgeber verstärkt auch von Zuhause geleistet, sagte der Präsident des Industrieverbands BDI, Ulrich Grillo, der Bild am Sonntag. Dabei warnte er vor staatlicher Überregulierung in Zeiten der zunehmenden weltweiten Vernetzung: „Wir müssen die Flexibilität der Unternehmen im internationalen Wettbewerb erhalten. Es wäre dumm, die Chancen der Digitalisierung durch Überregulierung kaputtzumachen.“

IG-Metall-Chef Detlef Wetzel forderte in diesem Zusammenhang einen Zukunftspakt zwischen Beschäftigten und Arbeitnehmern. Für die neue Arbeitswelt seien auch neue Regeln nötig. „Wenn die Firmen immer mehr Flexibilität erwarten, müssen die Mitarbeiter auch ihrerseits das Recht haben, souverän mit ihrer Arbeitszeit umgehen zu dürfen.“ Die Formel dazu laute: mehr Flexibilität gegen mehr Sicherheit und Souveränität. Zugleich müsse die Arbeit so organisiert werden, dass nicht nur noch wenige Menschen die neuen Anforderungen bewältigen können. Während Grillo mit einem Zuwachs an Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung rechnet, befürchtet Wetzel, dass es nicht mehr so viele Jobs geben werde wie heute.

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